ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2015KBV: Finanzielle Konsequenzen
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Was alle, auch die Ärzte, übersehen und nirgendwo thematisiert wird: die finanziellen Konsequenzen.

  • Die Termin-Callcenter sind von den Ärzten zu finanzieren.
  • Die Stilllegung von Praxen in überversorgten Gebieten wird von den dort ansässigen Ärzten zu bezahlen sein.

In Berlin redet man von 2 000 Praxen, selbst bei nur 50 000/Praxis sind das KV-Zahlungen in Höhe von 100 Millionen!

Das fehlt dann im Honorartopf.

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  • Durch die Fallzahlbudgetierung werden die zusätzlichen Patienten bei den verbliebenen Ärzten im ersten Jahr unentgeltlich zu versorgen sein.
  • Da die Arztzahlreduzierung keine neuen Termine schafft, sind zusätzliche Strafmaßnahmen angedacht, zum Beispiel wohl Zahlung klinischer Inanspruchnahmen aus dem Niedergelassenentopf.
  • Es wird sich trotz Förderung kein Arzt zusätzlich in unattraktiven Lagen niederlassen – da müsste schon mehr geboten sein. Siehe zum Beispiel Brandenburg: 50 000 werden geboten, und keiner geht hin.
  • Stattdessen werden Ärzte im Überversorgungsbereich enteignet, wenn sie in Rente gehen. Die „Entschädigung“ wird nach Gutsherrenart einseitig festgelegt und berücksichtigt weder Sozialplan noch Räumung/Auflösung/Rückbau der Praxis.

Mal ganz abgesehen davon, dass willkürlich entschieden wird, welche Praxis neu besetzt werden darf und welche nicht.

Man fragt sich ernsthaft, was die Kollegen noch alles mit sich machen lassen.

Dr. med. Rupert Holderied, 81671 München

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