ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2015Medizinstudium: Nie grünes Licht gesehen
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Ich bin 26 Jahre alt und habe 6,5 Jahre (13 Wartesemester) auf das Medizinstudium gewartet . . . „Das grüne Licht“, das im Artikel angesprochen wird, habe ich leider nie gesehen. Ich habe alle Möglichkeiten ausprobiert, doch am Ende zählte immer der NC. Mit einem Notendurchschnitt von 2,0 habe ich stets das Ziel knapp verfehlt. Wie allen Bewerbern geraten wird, habe ich ein freiwilliges Soziales Jahr und eine medizinische Ausbildung absolviert. Den Test für Medizinische Studiengänge (TMS) habe ich auch gemacht. Ebenfalls habe ich mich in Göttingen beworben. Ich hatte die volle Bonierung, doch wegen meines Notendurchschnitts landete ich am Ende doch nur auf den hinteren Plätzen . . . Am Ende habe ich einen Studienplatz nur durch die Wartezeit erreicht – und dies auch nur knapp. Lag der NC nach 13 Wartesemestern im SS 2014 noch bei 2,3, lag dieser für das Sommersemester 2015 bei zwölf Wartesemestern bei 2,0. Ich lag an der Grenze, doch ich bekam einen Studienplatz . . . Ich weiß nach dieser langen Zeit zu 100 Prozent, dass ich Ärztin werden will und dass es der richtige Beruf für mich ist . . .

Ich finde es schade, dass die Note so ausschlaggebend ist. Was sagt der Notendurchschnitt schon über einen Arzt aus?! Soziale Kompetenzen und die Liebe zum Arztberuf kann man nicht mit einer Note bewerten. Das Auswahlverfahren für das Medizinstudium muss sich unbedingt ändern . . .

Ina Rissling, 21031 Hamburg

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