ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2015Antibiotika-Resistenzen: Minister Gröhe legt 10-Punkte-Plan vor

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Antibiotika-Resistenzen: Minister Gröhe legt 10-Punkte-Plan vor

Osterloh, Falk

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Hygiene gegen Keime: Die Regierung will sicherstellen, dass die Kliniken über ausreichend Hygienepersonal verfügen. Foto: mauritius images
Hygiene gegen Keime: Die Regierung will sicherstellen, dass die Kliniken über ausreichend Hygienepersonal verfügen. Foto: mauritius images

Im Kampf gegen multiresistente Erreger hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) Ende März einen 10-Punkte-Plan vorgelegt (siehe auch „Seite eins“). „Resistente Bakterien sind als Erreger nosokomialer Infektionen besonders gefährlich, da für eine Therapie nur noch wenige, gegebenenfalls auch keine Antibiotika mehr zur Verfügung stehen“, heißt es in dem Plan, der noch mit den anderen Ressorts abgestimmt werden muss. Danach sollen sich Bund und Länder künftig über die Maßnahmen verständigen, die es Krankenhäusern ermöglichen, ihr Hygienepersonal zu erhalten und auszubauen. Außerdem soll eine verpflichtende Fortbildung für medizinisches Personal in rationaler Antibiotikatherapie eingeführt sowie eine Pflicht zum ambulanten Screening von Patienten vor planbaren Kranken­haus­auf­enthalten geprüft werden. Im Rahmen des Pharmadialogs der Bundesregierung sollen Hindernisse für Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika identifiziert werden. Wissenschaft und Pharmaindustrie sollen Lösungen erarbeiten, wie der Bedarf an neuen Wirkstoffen künftig gedeckt werden kann.

Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, begrüßte, dass Minister Gröhe die Bemühungen der Ärzteschaft um gute Krankenhaushygiene gesetzlich unterstützen will. Es fehlten jedoch tragfähige Finanzierungskonzepte. fos

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