ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2015Medizinstudium: Gütesiegel für Lehrkrankenhäuser

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Medizinstudium: Gütesiegel für Lehrkrankenhäuser

Richter-Kuhlmann, Eva

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Akademische Lehrkrankenhäuser können ab sofort die Qualität ihrer Ausbildung von Studierenden im praktischen Jahr (PJ) durch ein Zertifikat nachweisen. Das Gütesiegel des Medizinischen Fakultätentages (MFT), MFT-Zert, bescheinigt, dass die Ausbildungsdimensionen „Tätigkeiten am Patienten“, „Betreuung durch die ausbildenden Ärzte“ sowie „wissenschaftlich-didaktische Fundierung der Ausbildung“ in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Bei der Zertifizierung überprüfen zwei unabhängige Gutachter die Einhaltung von 24 Qualitätsstandards.

„Eine qualitativ hochwertige Krankenversorgung benötigt hervorragend ausgebildete Ärztinnen und Ärzte. Die Zertifizierung der PJ-Ausbildung an der Schnittstelle zwischen Medizinstudium und ärztlicher Tätigkeit ist ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Qualitätssicherung“, erklärte Prof. Dr. rer. nat. Heyo K. Kroemer, Dekan der Universitätsmedizin Göttingen. Den PJ-Studierenden böten bundeseinheitliche Mindeststandards zudem eine neutrale Orientierungshilfe, sagte Dr. Horst Moog, Geschäftsführer der MFT-Zert GmbH dem Deutschen Ärzteblatt. Den Medizinischen Fakultäten und den Landesprüfungsämtern solle das Zertifikat die Beurteilung von PJ-Tertialen und die Qualitätskontrolle der Kooperationspartner erleichtern. ER

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