ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2015Elektronischer Medikationsplan: Projekt zur vernetzten Arzneimitteltherapie

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Elektronischer Medikationsplan: Projekt zur vernetzten Arzneimitteltherapie

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In Rheinland-Pfalz haben die Universitätsmedizin Mainz, die Techniker Krankenkasse und die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium das Modellprojekt „Vernetzte Arznei­mittel­therapie­sicherheit (AMTS) mit dem elektronischen Medikationsplan“ gestartet. Ziel des Projekts ist es, unerwünschte Wirkungen, Doppelverordnungen und Wechselwirkungen von Arzneimitteln zu vermeiden. Dazu sollen Patienten nach einem stationären Kranken­haus­auf­enthalt einen Medikationsplan erhalten, der von Hausärzten und Apotheken elektronisch aktualisiert werden kann.

Die fachlichen Erläuterungen zur Medikation unterstützt künftig ein Medikationsplan. Foto: CanStockPhoto
Die fachlichen Erläuterungen zur Medikation unterstützt künftig ein Medikationsplan. Foto: CanStockPhoto

Der Wechsel von Patienten zwischen niedergelassenem und stationärem Sektor ist oft mit Änderungen der Medikation verbunden. Mit dem Medikationsplan können allen Leistungserbringern strukturiert patientenbezogene Informationen zur Arzneimitteltherapie in digitaler Form zugänglich gemacht werden. Sie können somit als Grundlage zur Verordnung und Abgabe von Medikamenten dienen, die Informationsweitergabe am Übergang der Sektoren optimieren und die Arznei­mittel­therapie­sicherheit erhöhen. Ein Ausdruck des Medikationsplans für den Patienten, verbunden mit einer fachlichen Erläuterung durch Apotheker und Arzt, tragen zudem zum besseren Informationsstand des Patienten bei und fördern dessen Kompetenz im Umgang mit Arzneimitteln.

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Das Modellprojekt mit circa 600 Patienten läuft in den Regionen Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier bis Anfang 2016. Die Gesamtausgaben hierfür betragen 586 925 Euro, davon steuert circa 300 000 Euro das Ge­sund­heits­mi­nis­terium aus Landesmitteln bei. EB

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