MEDIZIN: Originalarbeit

Somatoforme Störungen und medizinisch unerklärbare Symptome in der Primärversorgung

Systematischer Review und Metaanalyse der Prävalenzen

Somatoform disorders and medically unexplained symptoms in primary care—a systematic review and meta-analysis of prevalence

Dtsch Arztebl Int 2015; 112(16): 279-87; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0279

Haller, Heidemarie; Cramer, Holger; Lauche, Romy; Dobos, Gustav

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Hintergrund: In der Literatur werden unterschiedliche Prävalenzen somatoformer Störungen und medizinisch unerklärbarer Symptome in der Primärversorgung angegeben.

Methode: Es wurde eine systematische Literaturrecherche bis Juli 2014 in folgenden medizinischen Datenbanken durchgeführt: PubMed/MEDLINE, PsychInfo, Scopus und Cochrane. Die methodische Qualität und Heterogenität (I2) der Studien wurde analysiert. Unter Verwendung von „random-effects“-Modellen wurden Prävalenzraten und 95-%-Konfidenzintervalle (95-%-KI) für medizinisch unerklärbare Symptome und somatoforme Störungen Subkategorien geschätzt.

Ergebnisse: Von 992 identifizierten Studien wurden 32 Arbeiten aus 24 Ländern mit 70 085 Patienten (Altersspanne: 15–95 Jahre) eingeschlossen. Alle Studien wurden zwischen 1990 und 2012 durchgeführt. Bei insgesamt hoher Heterogenität der Primärstudien schwankten die Punktprävalenzen für die strikte Diagnose einer Somatisierungsstörung zwischen 0,8 % (95-%-KI: 0,3–1,4; I2 = 86 %) und 5,9 % (95-%-KI: 2,4–9,4; I2 = 96 %), während weniger restriktive Diagnosekriterien somatoformer Störungen zu höheren Prävalenzschätzungen führten. Bei 26,2 % (95-%-KI: 19,1–33,3; I2 = 98 %) bis 34,8 % (95-%-KI: 26,6–44,6; I2 = 92 %) der allgemeinärztlichen Patienten konnte mindestens eine somatoforme Störungen nach DSM-IV oder ICD-10 diagnostiziert werden. Mehr als mindestens ein medizinisch unerklärbares Symptom berichteten zwischen 40,2 % (95-%-KI: 0,9–79,4; I2 = 98 %) und 49 % (95-%-KI: 18–79,8; I2 = 98 %) der Patienten. Die Qualität der Studien war lediglich moderat, beeinflusste jedoch nicht die Höhe der Prävalenzschätzungen.

Schlussfolgerungen: Die statistische Heterogenität der Studien erwies sich als sehr hoch. Die ermittelten Prävalenzen von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen sind höher als bisher angenommen und unterstreichen die Bedeutung dieser Krankheitsbilder in der Primärversorgung.

Patienten mit unspezifischen, funktionellen oder somatoformen Störungen nehmen überdurchschnittlich häufig Hausarztkontakte in Anspruch (1). Sie weisen vielfach rezidivierende körperliche Symptome auf , die nicht oder nur unzureichend durch eine spezifische medizinische Diagnose erklärt werden können. Auch wenn psychiatrische Störungen hoch mit medizinisch unerklärbaren Symptomen korrelieren, kann das Ausmaß der auftretenden Symptome nicht vollständig auf psychopathologische Faktoren zurückgeführt werden (e1e3). Daher werden solche medizinisch unerklärbaren Symptome im DSM („diagnostic and statistical manual for mental disorders“) (e4, e5) und ICD („international classification of diseases“) (e6) in separaten somatoformen Kategorien klassifiziert.

Zur Diagnose einer Somatisierungsstörung sind je nach Manual 6 bis 13 beeinträchtigende medizinisch unerklärbare Symptome mit einer Dauer von mindestens zwei Jahren erforderlich. Weniger restriktiv ist die undifferenzierte somatoforme Störung: Sie wird definiert als ein beeinträchtigendes medizinisches Symptom, das mindestes sechs Monate andauert. Die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung benötigt ebenfalls mindestens ein medizinisch unerklärbares und beeinträchtigendes Schmerzsymptom, das seit einem halben Jahr oder länger besteht. Eine Konversionsstörung wird diagnostiziert, wenn mindestens ein nichterklärbares und beeinträchtigendes neurologisches Defizit vorliegt. Die somatoforme autonome Funktionsstörung ist charakterisiert durch mindestens drei nicht erklärbare und beeinträchtigende kardiovaskuläre, gastrointestinale, respiratorische oder urogenitale Symptome. Die Restkategorie einer nicht näher bezeichneten somatoformen Störung benötigt lediglich ein medizinisch unerklärbares Symptom, ohne dass es mit einer signifikanten Beeinträchtigung einhergehen muss.

In der Literatur sind darüber hinaus die Klassifizierungen abgekürzte Somatisierungsstörung und multisomatoforme Störung beschrieben: Eine abgekürzte Somatisierungsstörung liegt vor, wenn mindestens vier beeinträchtigende medizinisch unerklärbare Symptome für Frauen und sechs für Männer nachgewiesen sind (2), während die Definition einer multisomatoformen Störung erst zutrifft, wenn mindestens drei beeinträchtigende unerklärbare Symptome von mindestes zwei Jahren Dauer diagnostiziert werden (3). Aufgrund der insgesamt geringen Validität der bisherigen Diagnosekriterien wurde im DSM-5 eine Überarbeitung der Definitionen und Konzepte für somatoforme Störungen und medizinisch unerklärbare Symptome vorgenommen. Für den im Frühjahr 2015 erwarteten ICD-11 ist eine entsprechende Aktualisierung angekündigt.

Medizinisch unerklärbare Symptome und somatoforme Störungen sind in der Primärversorgung oft unterdiagnostiziert (e7) und können so nicht immer adäquat behandelt werden. Die dadurch verursachten Kosten steigen deshalb weiter an – unabhängig von somatischen und psychiatrischen Komorbiditäten (4). Die aktuellsten Schätzungen gehen davon aus, dass circa 20 % der Patienten von Allgemeinmedizinern unter somatoformen Störungen leiden (5). 1a-Evidenz für die Prävalenz von Subkategorien der somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen liegt derzeitig nicht vor.

Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der Prävalenzen in der Primärversorgung anhand einer systematischen Literaturrecherche und Metaanalyse.

Methode

Die Studie wurde nach den Richtlinien des MOOSE („Meta-Analysis Of Observational Studies in Epidemiology“)-Statements durchgeführt (e8).

Suchstrategie

Die systematische Suchstrategie umfasste elektronische Datenbanken wie auch manuelles Screening von Literaturlisten. PubMed/MEDLINE, PsychInfo, Scopus und Cochrane wurden von Beginn bis einschließlich Juli 2014 durchsucht. Suchbeschränkungen für PubMed beinhalteten ausschließlich Studien, die in Englisch oder Deutsch publiziert wurden. Die Suchstrategie wurde einer umfassenden Suchwortliste der Leitlinie für nichtspezifische, funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden entlehnt (5) und ist im Kasten zu finden.

Suchwortliste
Kasten
Suchwortliste

Einschlusskriterien

Das Screening der Zusammenfassungen der Studien und die Beurteilung der Eignung der Volltexte wurden unabhängig von zwei Autoren (HH, RL) durchgeführt. Folgende Einschlusskriterien wurden dafür zugrunde gelegt:

  • Studientyp: Studien mussten Originalarbeiten epidemiologischer Surveys sein, die in Zeitschriften mit Peer-Review-Verfahren in Englisch oder Deutsch veröffentlicht wurden.
  • Diagnosekriterien: Studien mussten Subkategorien der somatoformen Störungen (F45.0 – F45.9/300.81 + 300.11) nach ICD-10, DSM-III-R oder neueren DSM-Versionen erheben. Die hypochondrische und körperdysmorphe Störung (F45.2/300.7) wurden aufgrund ihrer unterschiedlichen Psychopathologie ausgeschlossen. Weiterhin konnten Studien eingeschlossen werden, die unterschwellige somatoforme Störungen und medizinisch unerklärbare Symptome nach standardisierten Instrumenten erhoben haben.
  • Setting und Studienpopulation: Stichproben mussten sich aus Patienten der primär-/allgemeinärztlichen Versorgung zusammensetzen. Populationsbasierte Studien wurden nicht berücksichtigt. Es wurden keine Alters-, Länder- oder Zeitbeschränkungen angesetzt. Wenn mehrere Publikationen zu einer Studienpopulation vorlagen, wurde die relevanteste Publikation eingeschlossen.

Datenextraktion

Folgende Merkmale der Studien wurden unabhängig von zwei Autoren (HH, RL) extrahiert und in Fällen von Inkonsistenzen mit einem dritten Autor (HC) diskutiert: Herkunftsland der Studie, Studienzeitraum, Stichprobengröße mit entsprechender Rücklaufquote, Altersspanne der Patienten, Erhebungsinstrumente, Diagnosekriterien von somatoformen Störungen/medizinisch unerklärbaren Symptomen und berichtete Prävalenzraten.

Bewertung der methodischen Qualität

Um die methodische Qualität der eingeschlossenen Arbeiten zu bewerten, wurden Qualitätsstandards für epidemiologische Studien (e9) in einer adaptierten Version von fünf Kriterien verwendet (6):

  • repräsentative Stichprobenauswahl mit unverzerrter Samplingstrategie,
  • adäquate Stichprobengröße (≥ 1 000) ,
  • adäquate Rücklaufquote (≥ 70 %),
  • Vergleich von Respondern und Non-Respondern,
  • valide und standardisierte Erhebung von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen.

Für jedes Qualitätskriterium wurde das Risiko für Bias beurteilt:

  • als geringes Risiko (+), wenn das jeweilige Kriterium adäquat erfüllt war,
  • als hohes Risiko (−), wenn das jeweilige Kriterium nicht oder nur unzureichend erfüllt war,
  • als unklares Risiko (?), wenn unzureichende Informationen für eine Bewertung vorlagen.

Die Qualitätsbewertung wurde ebenfalls unabhängig von zwei Autoren (HH, RL) durchgeführt und bei Abweichungen mit einem dritten Autor (HC) diskutiert.

Datenanalyse und -synthese

Prävalenzraten und Standardfehler wurden mit Hilfe einer standardisierten Excel-Tabellenkalkulation (Version 12.3.5, Microsoft, Redmond, USA) (e10) berechnet. Die Metaanalyse wurde mit Review Manager 5 Software (Version 5.2, The Nordic Cochrane Centre, Kopenhagen, Dänemark) auf der Basis von „random-effects“-Modellen durchgeführt. Für jede Subkategorie einer somatoformen Störung wurden gewichtete Prävalenzraten mit 95-%-Konfidenzintervallen (95-%-KI) berechnet. Die Heterogenität der Studien wurde anhand der rohen Anteile durch die I2-Statistik geschätzt. Definiert wurden die Intervalle wie folgt (e11, e12):

  • niedrige Heterogenität (I2 von 0–24 %)
  • moderate Heterogenität (I2 von 25–49 %)
  • substanzielle Heterogenität (I2 von 50–74 %)
  • bedeutsame Heterogenität (I2 von 75–100 %).

Um die Signifikanz der Heterogenität zu beurteilen, wurden χ2-Tests mit einem P ≤ 0,10 herangezogen (e11). Zur Einschätzung der Robustheit der Ergebnisse gegenüber Bias wurden Sensitivitätsanalysen mit ausschließlich hochqualitativen Studien durchgeführt, die mindestens die folgenden Kriterien erfüllen: repräsentative Stichprobenauswahl, adäquate Rücklaufquote, valide und standardisierte Erhebung von somatoformen Störungen/medizinisch unerklärbaren Symptomen.

Ergebnisse

Suchergebnisse

Durch die elektronische Datenbankrecherche konnten insgesamt 988 Publikationen identifiziert werden. Zusätzlich wurden zwei Studien über die Suche in Literaturverzeichnissen und zwei Studien über Expertenempfehlungen gefunden. Nach dem Ausschluss von 114 Duplikaten wurden die Zusammenfassungen von 878 Studien gescreent und 60 Volltexte auf Eignung untersucht. Von diesen mussten 28 Arbeiten ausgeschlossen werden (2, e13e39). 32 Studien wurden eingeschlossen und analysiert (3, 737) (Grafik 1).

Auswahl der eingeschlossenen Studien
Grafik 1
Auswahl der eingeschlossenen Studien

Studiencharakteristika

Die detaillierte Beschreibung der eingeschlossenen Studien findet sich in der eTabelle. Die Studien wurden zwischen 1990 und 2012 durchgeführt und stammen am häufigsten aus Europa (8, 9, 12, 15, 17, 18, 20, 21, 23, 29, 30, 3234, 36, 37), gefolgt von Nordamerika (3, 14, 16, 22, 25, 27, 28), dem Mittleren Osten (7, 11, 13, 26), Australien und Süd-Ost-Asien (10, 24) sowie Afrika (31). Eine multizentrische Studie, von der zwei Publikationen eingeschlossen wurden, umfasste 15 Zentren aus 14 Ländern (19, 35).

Beschreibung der eingeschlossenen Studien
eTabelle
Beschreibung der eingeschlossenen Studien

Die insgesamt 70 085 Patienten waren zwischen 15 und 95 Jahren alt. Während eine Stichprobe ausschließlich aus Jugendlichen bestand (23), untersuchten alle anderen Studien Erwachsenenstichproben, die zum Teil die Daten von Jugendlichen beinhalteten.

Studienqualität

Die methodische Qualität der Studien war lediglich moderat. 23 der 32 Studien berichteten unverzerrte Strategien der Stichprobenauswahl (3, 79, 11, 12, 1521, 2428, 30, 3235, 37), 19 Arbeiten hatten eine adäquate Rücklaufquote von mindestens 70 % (79, 11, 13, 1517, 2023, 26, 27, 30, 32, 34, 36, 37) und 27 Studien eine valide Erhebung von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen (3, 810, 1219, 2126, 2830, 3237). Alle drei Kriterien wurden von zehn Studien erfüllt (8, 9, 1517, 21, 26, 30, 34, 37). Eine Stichprobengröße von mindestens 1 000 Patienten umfassten 16 Studien (3, 9, 10, 12, 14, 16, 18, 19, 21, 24, 26, 27, 30, 33, 35, 37). Der Vergleich von Respondern und Non-Respondern erfolgte lediglich bei acht der 32 Arbeiten (12, 14, 16, 19, 22, 24, 35, 37) (Tabelle 1).

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien
Tabelle 1
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien

Ergebnisse der Metaanalyse

Die Schätzer der Prävalenzraten von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen sind in Tabelle 2 und Grafik 2 dargestellt. Bei insgesamt hoher Heterogenität der Primärstudien bewegen sich die Schätzer der Punktprävalenz für eine Somatisierungsstörung je nach Diagnosemanual zwischen 0,8 % (95-%-KI: 0,3–1,4; I2 = 86) und 4,7 % (95-%-KI: 3,6–5,8; I2 = 99 %). Sie steigen auf 12,8 % (95-%-KI: 10,2–15,3; I2 = 86 %), wenn die Somatisierungsstörung mittels Fragebögen anstatt klinischer Interviews erhoben wurde. Punktprävalenzen für Subkategorien der somatoformen Störungen, die lediglich ein medizinisch unerklärbares Symptom erfordern, variieren je nach Diagnosemanual:

Forest-Plot-Beispiel: Punktprävalenz undifferenzierter somatoformer Störung nach ICD-10. In 92 % aller Metaanalysen lag die Heterogenität (I²) ebenfalls im obersten Quartil.
Grafik 2
Forest-Plot-Beispiel: Punktprävalenz undifferenzierter somatoformer Störung nach ICD-10. In 92 % aller Metaanalysen lag die Heterogenität (I²) ebenfalls im obersten Quartil.
Geschätzte Prävalenzraten somatoformer Störungen und medizinisch unerklärbarer Symptome in der Primärversorgung
Tabelle 2
Geschätzte Prävalenzraten somatoformer Störungen und medizinisch unerklärbarer Symptome in der Primärversorgung
  • chronische Schmerzstörung von 1,9 % (95-%-KI: 0,4–3,4; I2 = 84 %) bis 8,1 % (95-%-KI: 3,9–12,3; I2 = 92 %),
  • undifferenzierte somatoforme Störung von 9,3 % (95-%-KI: 6,6–12; I2 = 76) bis 38,1 % (95-%-KI: 13,1–63,1; I2 = 97 %),
  • nicht näher bezeichnete somatoforme Störung von 12,5 % (95-%-KI: 7,2–17,7; I2 = 89 %) bis 14,7 % (95-%-KI: 5,6–23,7]; I2 = 98 %).

Weitere Punktprävalenzen konnten geschätzt werden für:

  • somatoforme autonome Funktionsstörungen von 9,4 % (95-%-KI: 3,0–15,7; I2 = 93 %),
  • abgekürzte Somatisierungsstörung von 17,9 % (95-%-KI: 14,6–21,3; I2 = 92 %)
  • multisomatoforme Störung von 12,6 % (95-%-KI: 9,1–16,1; I2 = 93 %).

Die niedrigste Prävalenz wurde mit 0,1 % (95-%-KI: −0,2 bis 0,3; I2 = 41 %) für Konversionsstörung bezogen auf zwölf Monate errechnet.

Die Schätzung für Lebenszeitprävalenzen ergaben für:

  • Somatisierungsstörung 5,9 % (95-%-KI: −5,7 bis 17,4; I2 = 99 %),
  • chronische Schmerzstörung 9,2 % (95-%-KI: −0,4 bis 18,7; I2 = 96 %),
  • undifferenzierte somatoforme Störung 13,4 % (95-%-KI: 11,8–14,9; I2 = 0 %)
  • für nicht näher bezeichnete somatoforme Störung 20,5 % (95-%-KI: 15,4–25,6; I2 = 75 %).

Zählt man alle Patienten zusammen, die mindestens eine somatoforme Diagnose nach DSM/ICD erhalten haben, ergibt sich eine Schätzung der Punktprävalenz von 26,2 % (95-%-KI: 19,1–33,3; I2 = 98 %), eine 12-Monatsprävalenz von 18,9 % (95-%-KI: 11,1–26,6; I2 = 91 %) und eine Lebenszeitprävalenz von 41 % (95-%-KI: 23,5–58,5; I2 = 95 %). Die Punkt- und 12-Monatsprävalenz für mindestens ein medizinisch unerklärbares Symptom, ohne dass eine somatoforme Diagnose nach DSM/ICD erfüllt sein musste, konnte auf 40,2 % (95-%-KI: 0,9–79,4; I2 = 98 %) und 49 % (95-%-KI: 18–79,8; I2 = 98 %) geschätzt werden.

Sensitivitätsanalyse

In der Analyse ausschließlich hochqualitativer Studien ließen sich lediglich Punktprävalenzen berechnen (Tabelle 3). Für Somatisierungsstörungen variieren diese je nach Erhebungsmethode zwischen 5,9 % (95-%-KI: 2,4–9,4; I2 = 96 %) und 16,6 % (95-%-KI: 9,4–23,6; I2 = 98 %). Für chronische Schmerzstörungen können 9,3 % (95-%-KI: 2,1–16,5; I2 = 95 %), für undifferenzierte somatoforme Störungen 8,9 % (95-%-KI: 5,2–12,6; I2 = 84 %) und für somatoforme autonome Störungen 9,4 % (95-%-KI: 3,0–15,7; I2 = 93 %) angegeben werden. Mindestens eine somatoforme Diagnose nach DSM/ICD erhielten durchschnittlich 34,8 % der Patienten (95-%-KI: 26,6–44,6; I2 = 92 %). Weitere angegebene Prävalenzen basieren lediglich auf einer hochqualitativen Studie. Substanzielle Unterschiede zu Prävalenzschätzungen auf Grundlage des Gesamtstudienpools konnten nicht festgestellt werden, jedoch lag die Heterogenität innerhalb der hochqualitativen Studien weiterhin im obersten Quartil.

Sensitivitätsanalyse
Tabelle 3
Sensitivitätsanalyse

Diskussion

Zusammenfassung der Evidenz

Die vorliegende Metaanalyse zeigt ein stark heterogenes Bild der Prävalenzen von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen in der Primärversorgung. Insgesamt ergaben sich relativ geringe Punktprävalenzraten von 0,8 % bis 5,9 % für strikte DSM/ICD-Diagnosen einer Somatisierungsstörung. Bei weniger restriktiven Diagnosekriterien ergaben sich höhere Prävalenzschätzungen. Auch fanden sich große Unterschiede zwischen der Diagnosestellung nach DSM und ICD, wie auch zwischen der Erhebung der Daten mit Hilfe von Fragebögen und der durch klinische Interviews. Die methodische Qualität der Studien, die als moderat bewertet wurde, schien hingegen die Schätzungen der Prävalenzraten nicht substanziell zu beeinflussen.

Insgesamt ergab sich eine Punktprävalenz von 26,2 % für die Diagnose mindestens einer somatoformen Störung nach DSM oder ICD beziehungsweise von 34,8 %, wenn ausschließlich Daten hochqualitativer Studien einbezogen wurden. Für die Lebenszeitprävalenz konnten durchschnittliche 41 % ermittelt werden. Mindestens ein medizinisch unerklärbares Symptom wurde bei 40–49 % aller Hausarztpatienten diagnostiziert. Dabei erreichten die oberen Konfidenzintervallgrenzen bis zu 80 %.

Stärken und Schwächen

Dies ist der erste systematische Review mit einer Metaanalyse zu den Prävalenzen von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen in der Primärversorgung. Frühere Arbeiten konnten nicht mehr als neun Originalstudien einschließen und gingen lediglich auf die Prävalenzen ausgewählter somatoformen Störung ein (e1, e3). Die Metaanalyse dieser Arbeit schließt 32 Studien ein und bietet einen umfassenderen Überblick über die Prävalenzen von Subkategorien der somatoformen Störungen sowie über das gesamte Spektrum somatoformer und medizinisch nicht erklärbarer Störungen.

Darüber hinaus wurden die Ergebnisse vor dem Hintergrund der hohen Heterogenität der eingeschlossenen Studien interpretiert. Methodische Heterogenität, bei der die Variabilität der Schätzer auf Unterschiede in der Qualität der Primärstudien zurückzuführen ist, konnte weitgehend ausgeschlossen werden. Einflüsse klinischer Heterogenität – wie unterschiedliche Stichprobenmerkmale, „Sampling“-Strategien oder variierende Diagnoseverfahren – können nicht ausgeschlossen werden. Subgruppenanalysen in verschiedenen Erhebungsländern und -zeiträumen zeigten keine Abnahme der Heterogenität. Der Ausschluss einer kulturübergreifenden Studie (19, 35) konnte in der Analyse der Punktprävalenzen einer Somatisierungsstörung nach DSM-IV bei zu vernachlässigender Änderung der Prävalenzrate im Dezimalbereich die Heterogenität von 86 % auf 0 % reduzieren, in zwei anderen Analysen verblieb diese jedoch auch nach Ausschluss der Studie bei 99 % beziehungsweise bei 92 % (Daten nicht dargestellt). Weitere Subgruppenanalysen bedürften einer höheren Anzahl von Primärstudien. Schon jetzt konnten für knapp die Hälfte der Metanalysen lediglich 2 Studien herangezogen werden, was die zum Teil erhöhten Punkt- gegenüber den 12-Monatsprävalenzen erklärt. Ebenfalls wahrscheinlich scheinen deshalb statistische Gründe für die hohe Heterogenität, weil I2 gerade bei einer kleinen Anzahl (< 20) eingeschlossener Primärstudien sowie kleinen Standardfehlern schneller als andere Heterogenitätsmaße gegen 100 tendiert (e40, e41).

Implikationen für die weitere Forschung

Hinsichtlich der insgesamt hohen Heterogenität der Primärstudien und zum Teil großen Konfidenzintervalle einzelner Metanalysen bedarf es weiterer Studien, um die Genauigkeit der gefundenen Schätzer zu prüfen. Um die Risiken für Bias zu senken, sollten sich zukünftige Arbeiten nach den publizierten Standards der Berichterstattung epidemiologischer Studien (STROBE) (38) richten. Zudem sollten Studien darauf verzichten, somatoforme Störungen und medizinisch unerklärbare Symptome ausschließlich per Fragbogen zu diagnostizieren. Die dadurch nicht auszuschließende hohe Zahl falsch positiver Fälle wurde für viele psychische Erkrankungen berichtet (39).

Implikationen für die klinische Praxis

Die Prävalenz von somatoformen Störungen und medizinisch unerklärbaren Symptomen in der Primärversorgung ist weitaus differenzierter, als bisher mit durchschnittlich 20 % angenommen wurde (5). Gegenwärtig werden laut Krankenkassendaten 91 % aller Patienten mit F4-Diagnose nach ICD-10 ausschließlich durch Allgemeinärzte und Fachärzte der somatischen Medizin betreut (40). Daher liegen diagnostische wie therapeutische Herausforderungen insbesondere bei diesen Berufsgruppen. Die Leitlinien geben hierfür evidenzbasierte Empfehlungen zu Diagnose- und Therapiestrategien, die unter Einbeziehung psychosozialer Faktoren schweregradgestuft, interdisziplinärer und von Hausärzten koordiniert erfolgen sollen (5).

Fazit

Somatoforme Störungen und medizinisch unerklärbare Symptome werden häufiger als bisher angenommen berichtet. Trotz insgesamt hoher Heterogenität der Primärstudien untermauern die systematischen Prävalenzschätzungen die Bedeutung medizinisch nicht erklärbarer, funktioneller und somatoformer Körperbeschwerden in der allgemeinärztlichen Versorgung.

Danksagung

Die Autoren möchten Dr. Petra Klose für ihre Unterstützung bei der Literaturrecherche danken.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 3. 11. 2014, revidierte Fassung angenommen: 20. 2. 2014

Anschrift für die Verfasser
Dipl.-Psych. Heidemarie Haller
Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Kliniken Essen-Mitte
Medizinische Fakultät, Universität Duisburg-Essen
Am Deimelsberg 34a, 45276 Essen
h.haller@kliniken-essen-mitte.de

Zitierweise
Haller H, Cramer H, Lauche R, Dobos G: Somatoform disorders and medically unexplained symptoms in primary care—a systematic review and meta-analysis of prevalence.
Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 279–87. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0279

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1615 oder über QR-Code

eTabelle:
www.aerzteblatt.de/15m0279 oder über QR-Code

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Auswahl der eingeschlossenen Studien
Grafik 1
Auswahl der eingeschlossenen Studien
Forest-Plot-Beispiel: Punktprävalenz undifferenzierter somatoformer Störung nach ICD-10. In 92 % aller Metaanalysen lag die Heterogenität (I²) ebenfalls im obersten Quartil.
Grafik 2
Forest-Plot-Beispiel: Punktprävalenz undifferenzierter somatoformer Störung nach ICD-10. In 92 % aller Metaanalysen lag die Heterogenität (I²) ebenfalls im obersten Quartil.
Suchwortliste
Kasten
Suchwortliste
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien
Tabelle 1
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien
Geschätzte Prävalenzraten somatoformer Störungen und medizinisch unerklärbarer Symptome in der Primärversorgung
Tabelle 2
Geschätzte Prävalenzraten somatoformer Störungen und medizinisch unerklärbarer Symptome in der Primärversorgung
Sensitivitätsanalyse
Tabelle 3
Sensitivitätsanalyse
Beschreibung der eingeschlossenen Studien
eTabelle
Beschreibung der eingeschlossenen Studien
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