ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2015Primäre Prävention: Mitwirkung der Bürger
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Über die Aussagen des Kollegen Hartmann vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bin ich entsetzt. Es gibt Widerstände in der Bevölkerung, deshalb lassen wir es gleich, so seine Aussage. Aber behandeln müssen wir alle. Wer für sich selbst keine Verantwortung übernehmen kann oder will, muss von einem fürsorgenden Staat, der die Gesundheit aller Bürger schützen will, mit einbezogen werden. Dies ist in Frankreich und vielen anderen Nachbarstaaten der Fall. Durch eine Impfpflicht wäre die Impfbeteiligung sicher zu erhöhen. Wir brauchen 95 Prozent Durchimpfung. Es kann gut sein, dass wir fünf Prozent nicht erreichen. Wer in eigener Verantwortung sich nicht impfen lässt, der muss auch die Konsequenzen seiner Entscheidung und die Kosten der Behandlung übernehmen. Weichen wir doch nicht von jeder Aufgabe zurück und fordern wir auch die Mitwirkung der Bürger ein.

Dr. med. Harald Schuler, 76133 Karlsruhe

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