ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2015Bunter Kreis: Nachsorge für schwer kranke Kindern verbessern

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Bunter Kreis: Nachsorge für schwer kranke Kindern verbessern

Dtsch Arztebl 2015; 112(16): A-700

Rieser, Sabine

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Mit der Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma als prominenter Unterstützerin will der Bundesverband Bunter Kreis in Zukunft auf die Anliegen von Familien aufmerksam machen, in denen schwer und chronisch kranke Kinder auf sozialmedizinische Nachsorge angewiesen sind. Nach Angaben des Bunten Kreises werden jährlich in Deutschland rund 40 000 Kinder zu früh, krank oder behindert geboren oder erkranken schwer. Mit Hilfe von mehr als 80 Nachsorgeeinrichtungen unterstützt der Bundesverband Eltern beim Umgang mit der Krankheit im Alltag.

Der Bunte Kreis unterstützt Familien bei der sozialmedizinischen Nachsorge. Foto: BV Bunter Kreis
Der Bunte Kreis unterstützt Familien bei der sozialmedizinischen Nachsorge. Foto: BV Bunter Kreis

Friesinger-Postma kritisierte, dass die Nachsorgeeinrichtungen des Bunten Kreises auf Spenden angewiesen seien, obwohl die Nachsorge als GKV-Regelleistung verankert sei. Auch würden Krankenkassen oft die Unterstützung von betroffenen Familien ablehnen. In § 43 SGB V Abs. 2 ist festgelegt, dass Krankenkassen im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung oder eine stationäre Rehabilitation die erforderlichen sozialmedizinischen Nachsorgemaßnahmen für chronisch kranke oder schwerstkranke Kinder und Jugendliche finanzieren sollen. Dadurch soll der stationäre Aufenthalt verkürzt oder die ambulante Anschlussbehandlung gesichert werden. Der Bunte Kreis wurde vor mehr als 20 Jahren als Initiative der Kinderklinik Augsburg, der dortigen Klinikseelsorge und betroffener Eltern gegründet. Das daraus entstandene Netzwerk versorgt jährlich rund 5 000 kranke Kinder und ihre Familien. Rie

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