ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2015Städel Museum: Per Mausklick durch die Ausstellung

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Städel Museum: Per Mausklick durch die Ausstellung

Dtsch Arztebl 2015; 112(17): [62]

EB

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Nach mehr als zweijähriger Entwicklungszeit ermöglicht das Städel Museum mit seiner „Digitalen Sammlung“ einen völlig neuartigen Zugang zu seinen Beständen. Das auf dem Sammlungs- und Datenfundus des Frankfurter Museums aufbauende Vermittlungstool verfügt über eine semantische Suche, die sowohl kunstwissenschaftliche Interessen bedient als auch individuelle Suchpfade durch 700 Jahre Kunstgeschichte nach assoziativen Kriterien eröffnet. Für dieses „digitale Schlendern“ bietet die kostenfrei zugängliche Exponate-Plattform – neben großformatigen Abbildungen, multimedialen Inhalten wie Audiosequenzen und Filmproduktionen sowie unterschiedlichsten Informationen zu Kunstwerken des Städel – eine weitreichende Verknüpfung der Werke.

„Goethe in der Campagna“ von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in der digitalen Sammlung des Städel Museums
„Goethe in der Campagna“ von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein in der digitalen Sammlung des Städel Museums

Die Beta-Version der Plattform ist seit dem 15. März – auf den Tag genau 200 Jahre, nachdem Johann Friedrich Städel sein Testament verfasste und den Grundstein für das Städel legte – unter digitalesammlung.staedelmuseum.de zugänglich. Zum Auftakt sind rund 600 Werke mit über 52 000 Detailinformationen und Schlagworten gelistet sowie 490 Audiospuren und mehr als 80 Filmproduktionen verfügbar. Bis Jahresende werden über 1 500 Werke aufrufbar sein.

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Die Nutzer der Exponate-Plattform können unter anderem Favoriten markieren, Alben anlegen und diese über Social-Media-Kanäle teilen; auch die individuellen Schlenderpfade durch 700 Jahre Kunstgeschichte können geteilt werden. Durch fortlaufende Aktualisierung der Datenbestände erfährt der Nutzer, ob ein Werk im Augenblick im Museum ausgestellt ist. Medieninhalte aus externen Datenquellen werden in der „Digitalen Sammlung“ durch Schnittstellen integriert. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung des Alltags ist die Erweiterung des Bildungsauftrags in den digitalen Raum ein zentrales Anliegen des Frankfurter Museums. So sollen zahlreiche weitere digitale Vermittlungsangebote entstehen. Das Filmangebot soll zudem stark ausgebaut werden, so dass neben den eigens produzierten Ausstellungs- und Künstlerfilmen neue Formate für die Plattform entstehen. EB

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