ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2015Präventionsgesetz: Präventionsruder völlig aus der Hand gegeben
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Präventionsaktivitäten sollen also „in eine ,Nationale Präventionsstrategie‘ eingebettet werden, die durch eine ,Nationale Präventionskonferenz‘ erarbeitet werden soll“; und das „ohne die verfasste Ärzteschaft“, eventuell soll gnädigerweise von den Kostenverwaltern ein Sitz eingeräumt werden. Deutlicher kann uns nicht gezeigt werden, dass wir das Präventionsruder völlig aus der Hand gegeben haben. Und das müssen wir uns eingestehen: Wir leben in der Praxis von Krankheit und Kuration zum Wohle eines profitorientierten „Gesundheits“wirtschaftssystems. Prävention findet marginal statt, zeitlich und finanziell. Es sollte uns wach rütteln und bewusst werden lassen, dass wir unsere ärztliche Haltung wieder neu ausrichten könnten: hin zu einer ärztlichen patientenzentrierten Gesundheitsbildung und professionellen Gesundheitskommunikation (zum Beispiel motivierende Gesprächsführung), ja bis hin zu einer Neuformulierung einer ressourcenstärkenden und selbstkompetenzfördernden Prävention; und das dann am besten in der „Nationalen Präventionskonferenz“ . . .

Dr. med. Hans-Ulrich Sappok, 40549 Düsseldorf

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