ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2015Notfallversorgung: Spürbare Versorgungslücke
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Daran werden wir uns gewöhnen müssen: Das kaputtgesparte Gesundheitssystem funktioniert gerade noch so in Phasen durchschnittlicher Auslastung, in Spitzenzeiten wird der Kollaps die Regel werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wahrscheinlich kalkuliert und zu verschmerzen – etwas Schwund gibts schließlich immer – ist der Zustand für Patienten wie medizinisches Personal untragbar geworden.

Die fatale Kombination aus Rationalisierung, demografischer Entwicklung sowie der Verdopplung der in Teilzeit tätigen Ärzte in den letzten zehn Jahren hat eine nun spürbare Versorgungslücke entstehen lassen. Unausgereifte Vorschläge wie „keine Hüfte über 80“, die der Jungen Union vor einigen Jahren negative Schlagzeilen brachten, helfen da wenig.

Entweder die benötigten Mittel für eine adäquate Versorgung für alle werden bereitgestellt, oder der Zugang muss limitiert werden.

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Beispielsweise je nach Pflegestufe:

Stufe I: volle ambulante und stationäre Versorgung

Stufe II: volle ambulante Versorgung, stationäre Versorgung ohne Intensivstation

Stufe III: volle ambulante, keine stationäre Versorgung.

Ansonsten ist in naher Zukunft keiner mehr optimal versorgt.

Dr. med. Tobias Lumpp, 79102 Freiburg

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