ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2015Hospiz- und Palliativversorgung: Koalition bekräftigt Willen zur Verbesserung

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Hospiz- und Palliativversorgung: Koalition bekräftigt Willen zur Verbesserung

Dtsch Arztebl 2015; 112(17): A-752 / B-636 / C-616

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Die schwarz-rote Koalition hat im Rahmen der Klausurtagung ihrer Fraktionsspitzen ihre Absicht bekräftigt, allen sterbenskranken Menschen in Deutschland die Hospiz- und Palliativversorgung zugänglich zu machen. Bei der Tagung in Göttingen am 16. April wurde der bisherige Zeitplan bestätigt, wonach noch in der ersten Jahreshälfte ein entsprechender Gesetzentwurf vorliegen soll. Über einen Referentenentwurf aus dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium wird seit Mitte März diskutiert.

Versprachen Verbesserungen für Sterbenskranke: Fraktionsspitzen Thomas Oppermann (SPD), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Volker Kauder (CDU). Foto: dpa
Versprachen Verbesserungen für Sterbenskranke: Fraktionsspitzen Thomas Oppermann (SPD), Gerda Hasselfeldt (CSU) und Volker Kauder (CDU). Foto: dpa

Auch die kirchlichen Krankenhäuser sprechen sich für eine bessere Begleitung Sterbender in Kliniken aus. Krankenhäuser, die bereits einen großen Anteil an der Sterbebegleitung hätten, müssten verbesserte Möglichkeiten der Palliativversorgung erhalten, erklärte der Zusammenschluss Christliche Krankenhäuser in Deutschland. „Es ist nicht nötig, dass jede Klinik über eine spezielle Palliativstation verfügt. Aber in jeder Klinik muss ausreichend palliativmedizinische und -pflegerische Kompetenz vorhanden sein, um schwerstkranke und sterbende Menschen angemessen versorgen zu können auch auf Normalstationen“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes, Christoph Radbruch. Der stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland, Ingo Morell, sprach sich für eine bessere Vernetzung palliativer Versorgungsstrukturen in Kliniken und im ambulanten Bereich aus. „Einen wichtigen Beitrag dazu könnten multiprofessionell besetzte palliativmedizinische Institutsambulanzen leisten“, sagte er. kna

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