ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Randnotiz: Flüchtiges Dekolleté

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Randnotiz: Flüchtiges Dekolleté

Schmedt, Michael

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Mit Pommes auf die Hand fing es an, „Kaffee to go“ folgte, und heute kann man alles vom Frühstück über das Mittag- bis zum Abendessen beim Bäcker, der Tankstelle oder im Supermarkt „to go“ mitnehmen. Als der Autor dieser Zeilen kürzlich in der Frankfurter Rundschau die Schlagzeile „Brüste to go“ las, konnte er das mit Nahrungsmitteln eher weniger in Verbindung bringen.

Des Rätsels Lösung war die Brustvergrößerung per Kochsalzlösung für 24 Stunden. Die New York Times (NYT) berichtete schon im letzten Jahr über eine Frau, die sich für ein romantisches Wochenende ein üppigeres Dekolleté wünschte. Und da in der Karibik ein Dirndl kaum das passende Outfit ist, wandte sie sich an ihren Plastischen Chirurgen. Dieser hatte prompt eine Lösung, die er normalerweise Patientinnen anbietet, die vorab ihre Brustvergrößerung „erleben“ wollen. Hierfür spritzt der Arzt Kochsalzlösung in die Brust, die sich dann in 24 Stunden langsam im umlegenden Gewebe verliert. Die Wochenendreisende war glücklich und investierte 3 500 Dollar für die Salzlösung. Während der Plastische Chirurg Torsten Kantelhardt im Focus vor möglichen Infektionsgefahren und dem Verlust der Festigkeit der Brust warnt, sieht die US-Chirurgin Jennifer Capla keine Probleme: Schließlich sei die Prozedur vom Board der Plastischen Chirurgen zertifiziert, sagte sie der NYT. Sie empfiehlt es nur nicht drei Tage hintereinander, dann käme es zu Störungen im Elektrolythaushalt. Es bleibt zudem ein flüchtiges Schönheitsideal: Courtney Daal ließ sich für ihre Hochzeit ihren Busen vergrößern. Sie wollte an diesem Tag „perfekt aussehen“. 24 Stunden danach und eine Hochzeitsreise ohne Kochsalzlösung später trennte sich das Paar.

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