ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Frage der Woche an . . . Dipl.-Ing.-Oec. Wolfgang Gagzow, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Dipl.-Ing.-Oec. Wolfgang Gagzow, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern

Warum startet die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern eine Werbekampagne und lädt angehende Mediziner dazu ein, sich selbst ein Bild von den Kliniken im Land zu machen?

Glöser, Sabine

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Warum startet die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern eine Werbekampagne und lädt angehende Mediziner dazu ein, sich selbst ein Bild von den Kliniken im Land zu machen?

Gagzow: Der Ärztemangel ist in Deutschland ein seit Jahren zu beobachtendes Phänomen. Ursächlich hierfür sind verschiedene Faktoren. Der Arztberuf hat durch ungeschickte politische Äußerungen in der Vergangenheit leider an Attraktivität eingebüßt. Neue Arbeitszeitregelungen schaffen mehr Freizeit und damit einen höheren Bedarf. Offene Arbeitsmarktgrenzen im europäischen Raum erhöhen auch den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, dem insbesondere die Arbeitgeber verstärkt ausgesetzt sind.

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Die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern benötigen daher aktuell rund 180 Mediziner. Der Bedarf besteht in allen Fachabteilungen und in allen hierarchischen Ebenen. Um die Personalsituation im ärztlichen Bereich langfristig zu verbessern, möchten die Kliniken ihre ärztliche Mitarbeiterschaft erweitern und verjüngen. Aus diesem Grund hat es sich die Krankenhausgesellschaft als Zusammenschluss der Akut- und Rehabilitationskliniken des Bundeslandes zur Aufgabe gemacht, ihre Mitglieder bei der Personalgewinnung zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei den Absolventinnen und Absolventen des Medizinstudiums an den Universitäten des eigenen Bundeslandes. In Rostock und in Greifswald werden im Jahr annähernd 400 Mediziner ausgebildet, von denen allerdings viele Mecklenburg-Vorpommern nach Abschluss ihres Studiums verlassen.

Die Krankenhausgesellschaft bietet mit ihrer Informationsfahrt durch die Krankenhäuser des Landes den angehenden Medizinern Einblicke und vertiefende Gespräche vor Ort, um so auf den Arbeitsplatz Krankenhaus/Rehabilitationsklinik aufmerksam zu machen und vertiefende Informationen zu erlangen. In den Kliniken vor Ort geben leitendes Personal und ebenso junge Studienabgänger den Studierenden alle gewünschten Informationen. Hierdurch vermitteln sie ihnen ein objektives Bild über ihren eventuellen künftigen Arbeitsplatz.

Unkomplizierter und objektiver kann sich eigentlich niemand über seinen eventuellen künftigen Arbeitsplatz informieren. Die teilnehmenden Studierenden und Klinikvertreter, die sich bislang an unserem Projekt beteiligt haben, bewerten diese Möglichkeit der gegenseitigen Information ausnahmslos als äußerst positiv. Wir werden also mit den Informationsfahrten fortfahren. sg

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