ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Franz Stobrawa †: Im Dienst der ärztlichen Selbstverwaltung

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Franz Stobrawa †: Im Dienst der ärztlichen Selbstverwaltung

Jachertz, Norbert

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Franz Stobrawa, Foto: privat
Franz Stobrawa, Foto: privat

Nahezu 25 Jahre leitete Diplom-Volkswirt Franz Stobrawa, Bonn, der am 21. März plötzlich und unerwartet verstarb, das Dezernat 3 der Bundes­ärzte­kammer, in dem die Aktivitäten zur Qualitätssicherung der ärztlichen Berufsausübung zusammenlaufen. Außerdem kümmert es sich um die Arbeitsbedingungen der Medizinischen Fachangestellten. Auf den ersten Blick zwei nicht unmittelbar verbundene Sachgebiete. Ihr gemeinsamer Nenner freilich ist das Bemühen um eine hochwertige Versorgung der Patienten. Stobrawa hat das Dezernat auf- und ausgebaut und bis zu seiner Pensionierung (2004) tatkräftig, mit politischem Gespür und loyal gegenüber den Ehrenamtlichen der ärztlichen Selbstverwaltung geführt. In seinem Metier war Stobrawa gut vernetzt – mit Politik, Wissenschaft und Berufsverbänden. Bekannt wurde er auch durch sein Handbuch der ärztlichen Organisationen, das für ein wenig Durchblick im Dickicht der Ärzteschaft sorgte. Für seine Verdienste wurde Franz Stobrawa mit dem Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft (1990) und dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1995) ausgezeichnet.

Franz Stobrawa wurde am 4. Februar 1940 im schlesischen Hindenburg geboren. Eingedenk seiner Herkunft setzte er sich bis zuletzt mit der jüngeren Geschichte auseinander. Er pflegte weitgespannte Interessen, von Malerei bis zum Segeln und Reisen in ferne Länder. Seinen vielen Freunden in Frankreich, Israel, den USA und natürlich im Rheinland und den angrenzenden Gebieten war er genauso wie seiner großen Familie ein treuer Wegbegleiter. Norbert Jachertz

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