ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Ambulante Versorgung: Arzneimittelausgaben steigen um sechs Prozent

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Ambulante Versorgung: Arzneimittelausgaben steigen um sechs Prozent

Hillienhof, Arne

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Medikamente im Wert von knapp 40 Milliarden Euro haben die niedergelassenen Ärzte ihren gesetzlich versicherten Patienten im vergangenen Jahr verordnet. Das entspreche einem Anstieg um rund sechs Prozent, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am 21. April unter Berufung auf Statistiken des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen mit. Die Zahl der verordneten Packungen stiegt jedoch nur um 0,5 Prozent auf 736 Millionen. Ursache des Kostenanstiegs ist der TK zufolge vor allem ein Rückgang bei den Rabatten der Arzneimittelindustrie von 3,6 auf 2,5 Milliarden Euro.

Viel Geld für Arzneimittel: Die Kassen gaben 2014 rund 40 Milliarden Euro für Medikamente aus, die Patienten zahlten zwei Milliarden zu. Foto: picture alliance
Viel Geld für Arzneimittel: Die Kassen gaben 2014 rund 40 Milliarden Euro für Medikamente aus, die Patienten zahlten zwei Milliarden zu. Foto: picture alliance

Der Pharmaverband Pro Generika wies darauf hin, dass Patienten 2014 für Arzneimittel zwei Milliarden Euro aus eigener Tasche zuzahlen mussten. Diese Tendenz halte seit Jahren an, teilte der Verband in Berlin mit.

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Nach Zahlen des Statistikdienstleisters Insight Health entfielen 2014 auf die zehn umsatzstärksten Arzneimittel mehr als zehn Prozent des Gesamtumsatzes in den Apotheken. Das seien rund 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ursache für den starken Anstieg seien vor allem die Kosten für die neuen Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C. Die umsatzstärksten Marktsegmente im Apothekenmarkt waren 2014 nach Angaben von Insight Health Virustatika, Immunsuppressiva und Antithrombosemittel. hil

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