ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Kinderschutz: Keine E-Zigaretten für Jugendliche

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Kinderschutz: Keine E-Zigaretten für Jugendliche

Bühring, Petra

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Die Bundesregierung will die Abgabe von elektronischen Zigaretten und Shishas an Kinder und Jugendliche verbieten. Dasselbe soll für den Konsum gelten. „E-Zigaretten und E-Shishas werden als nicht gesundheitsschädigende Alternative zum Tabakkonsum beworben. Dem muss man entgegenwirken“, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Manuela Schwesig am 23. April in Berlin. Ihr Ministerium hat einen entsprechenden Gesetzentwurf erarbeitet.

Gefährlicher Dampf: Auch nikotinfreie E-Zigaretten können die Lunge schädigen. Foto: dpa
Gefährlicher Dampf: Auch nikotinfreie E-Zigaretten können die Lunge schädigen. Foto: dpa

Nach Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jeder dritte Zwölf- bis 17-Jährige die E-Produkte bereits probiert. Bei nikotinhaltigen E-Zigaretten und E-Shishas liege das Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche auf der Hand. Die nikotinfreien E-Produkte haben jetzt unter anderem das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Deutsche Krebsforschungszentrum und die BZgA bewertet. Danach entstehen beim Dampfen Carbonylverbindungen, darunter Formaldehyd, Acrolein und Acetaldehyd, die Krebs auslösen können. Das BfR weist zudem darauf hin, dass die Aerosole von E-Zigaretten und E-Shishas feine und ultrafeine Partikel enthalten, die aus den Vernebelungsmitteln bestehen. Diese könnten gerade Lungen in der Wachstumsphase schädigen.

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Derweil strebt Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) eine Änderung der Tabakproduktrichtlinie an, in der nicht-nikotinhaltige E-Produkte den nikotinhaltigen gleichgestellt werden. Deren nationale Umsetzung soll bis März 2016 erfolgen. PB

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