ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Nosokomialinfektionen: Bakteriophagen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Zum oben genannten Artikel drängt sich mir (wieder einmal) die Frage auf, warum bei der Bekämpfung bakterieller Infektionen offenbar gar nicht mehr an die Möglichkeiten gedacht wird, die gezielten Einsatz von Bakteriophagen bieten würden. Wird in Deutschland überhaupt noch in dieser Richtung geforscht?

Ich erinnere mich an einen Artikel – vor Jahren – über ein Institut in Bulgarien, das an Phagen forscht und auch Präparate zur Verfügung stellt. Näheres ist mir aber leider nicht mehr zugänglich . . .

Mein Interesse reicht weit zurück: Einerseits erinnere ich (Jahrgang 1927) mich noch an die Euphorie der ersten in Deutschland verfügbaren Antibiotika und ihre rasante Weiterentwicklung, andererseits hat mein früh verstorbener Mann, Direktor am Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen, eine Zeit lang an Phagen geforscht, 1955 ein Buch „Virus“ (Springer, „Verständliche Wissenschaft“) veröffentlicht, etc.

Dass die Antibiotika herstellende Pharmaindustrie nicht viel für Bakteriophagen übrig haben dürfte, ist klar, dürfte aber nur ein Gesichtspunkt sein, oder?

Dr. med. Gisela Weidel, 79379 Müllheim

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote