ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2015Öffentlicher Gesundheitsdienst: Große Nachwuchssorgen

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Öffentlicher Gesundheitsdienst: Große Nachwuchssorgen

Gerst, Thomas

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Auf die schwierige Personalsituation im öffentlichen Gesundheitsdienst wies die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Dr. med. Ute Teichert, zum Auftakt des 65. Wissenschaftlichen Kongresses des Verbandes hin. „Die Ärzteschaft im ÖGD hat ein massives Generationenproblem“, sagte Teichert am 23. April in Rostock. Es gebe heute schon mehr ÖGD-Ärzte, die nicht berufstätig seien, als Kollegen im aktiven Dienst. Während sich nach der jüngsten Statistik der Bundes­ärzte­kammer von 2000 bis 2014 die Zahl der berufstätigen Ärzte um 24 Prozent erhöht habe, sei die Zahl der berufstätigen Fachärzte für Öffentliches Gesundheitswesen um 22 Prozent gesunken. Und von diesen seien die meisten bereits älter als 50 Jahre.

Die Blockadehaltung der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bei der Anpassung der Tarifgehälter sei für diese Entwicklung mitverantwortlich, sagte Teichert: „Trotz aller Appelle der Gesundheitspolitik verweigert die VKA eine angemessene Vergütung.“ Bei ständig sinkenden personellen Ressourcen könne der ÖGD aber seine Aufgaben nicht mehr adäquat erfüllen. Mit einer Imagekampagne will der BVÖGD seinen Teil dazu beitragen, Ärzte für den öffentlichen Gesundheitsdienst zu gewinnen. In Rostock wurde eine Broschüre mit dem Titel „Mitten im Leben – Arbeiten im Öffentlichen Gesundheitsdienst“ vorgestellt. Sie wirbt anhand konkreter Beispiel für den Job im öffentlichen Gesundheitsdienst als einer echten Alternative zur Tätigkeit im Krankenhaus oder in der Praxis. TG

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