ArchivDeutsches Ärzteblatt22/1996Spendenrückgang gefährdet Hilfe für bosnische Frauen

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Spendenrückgang gefährdet Hilfe für bosnische Frauen

afp

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LNSLNS BONN. Der Rückgang von Spendengeldern gefährdet nach Angaben von "Medica" die Projektarbeit im ehemaligen Jugoslawien. Die Kölner Privatinitiative betreibt seit drei Jahren ein Therapiezentrum für vergewaltigte Frauen und andere Kriegsopfer in der bosnischen Stadt Zenica. Das Zentrum, das sich zu 90 Prozent aus privaten Spenden finanziert, war nach Bekanntwerden von Massenvergewaltigungen im Jahr 1993 auf Initiative einer Kölner Frauenärztin gegründet worden. Im vergangenen Jahr unterstützte das Auswärtige Amt das Projekt mit 250 000 DM.
Nach dem Ende der Kämpfe im ehemaligen Jugoslawien ist nach Einschätzung von "Medica" nun verstärkt psychologische Hilfe für die betroffenen Menschen nötig. In dem Projekt betreuen 60 meist bosnische Mitarbeiter Frauen und Mädchen, die unter den Folgen von Vergewaltigungen leiden. Außerdem versorgt ein ambulanter medizinischer Dienst weitere Kriegsopfer. "Medica" beschäftigt in dem Zentrum auch zwei deutsche Mitarbeiter. Spendenkonto: Medica e.V., Sparkasse Bonn, BLZ 380 500 00, Kontonummer 45 000 163. afp
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