ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2015KBV-Honorarbericht: Umsatz der Praxen steigt um 2,1 Prozent

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KBV-Honorarbericht: Umsatz der Praxen steigt um 2,1 Prozent

Hillienhof, Arne

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Der durchschnittliche Honorarumsatz der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 4 269 Euro auf 205 357 Euro gestiegen, das entspricht einem Plus von 2,1 Prozent. Allerdings nahm die Zahl der Behandlungsfälle überproportional zu: bei den Hausärzten um durchschnittlich 2,4 und bei den Fachärzten um 2,3 Prozent. Im Jahresmittel ist daher der Honorarumsatz je Behandlungsfall lediglich um 66 Cent auf durchschnittlich 60,56 Euro im Quartal gestiegen, das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Honorarbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor.

Der Bericht dokumentiert auch die Quartalsumsätze. Vergleicht man statt des gesamten Jahres nur das vierte Quartal 2013 mit dem von 2012, fällt die Bilanz etwas besser aus: Danach hat sich der Quartalsumsatz je Arzt um vier Prozent erhöht. Dies entspricht einem Plus von 1 980 Euro bei einem Quartalsumsatz von 51 886 Euro. Auch der Honorarumsatz je Behandlungsfall ist gestiegen. Er legte um 3,2 Prozent zu, was einem Zuwachs von 1,93 Euro und einem Fallwert von 61,91 Euro entspricht. „Aber jede zehnte Leistung erbringen Ärzte und Psychotherapeuten weiterhin ohne Vergütung“, kommentierte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Gassen, die Honorarentwicklung. Außerdem seien die Praxiskosten gestiegen. „Unser wichtigstes Ziel bleiben feste Preise“, so Gassen.

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Der Honorarbericht zeigt auch, dass die Zunahme der Arztzahlen mit der der Behandlungsfälle nicht Schritt hält. 2013 stieg die Zahl der Hausärzte um 0,4 Prozent, deren Behandlungsfälle nahmen um 2,4 Prozent zu. Die Zahl der Fachärzte stieg um 1,8 Prozent, während ihre Behandlungsfälle um 2,3 Prozent zunahmen. Das spiegele fortschreitenden Ärztemangel wider, erklärte KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann. Dagegen müssten dringend Maßnahmen ergriffen werden. hil

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