ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2015Hirnfunktionsausfall: Neue Richtlinie erscheint im Juli

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Hirnfunktionsausfall: Neue Richtlinie erscheint im Juli

Dtsch Arztebl 2015; 112(19): A-841 / B-713 / C-689

Richter-Kuhlmann, Eva

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Anfang Juli wird die Vierte Fortschreibung der Richtlinie gemäß § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Transplantationsgesetz für „die Regeln zur Feststellung des Todes und die Verfahrensregeln zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms“ die „Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes, Dritte Fortschreibung“ ersetzen. In der fortgeschriebenen Richtlinie wird bewusst nicht mehr vom „Hirntod“ gesprochen, sondern medizinisch-wissenschaftlich präzise vom irreversiblen Hirnfunktionsausfall als sicherem Todeszeichen. Zudem betont der Arbeitskreis des Wissenschaftlichen Beirats der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), der die Richtlinie erstellte, dass die Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls nicht allein im Rahmen der Transplantationsmedizin von Bedeutung ist, sondern ein für die Intensivmedizin unverzichtbares diagnostisches Instrument darstellt. Präzisiert wurden unter anderem die Anforderungen an die ärztliche Qualifikation.

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium genehmigte die vom BÄK-Vorstand Ende Januar beschlossene Richtlinienfortschreibung in der vorgelegten Fassung am 30. März. Nach der Information der betroffenen Ärzte, Krankenhäuser und Institutionen sowie der Vorbereitung der Implementierung der entsprechend in der Richtlinie vorgeschriebenen Qualitätssicherungsverfahren, wird das Regelwerk Anfang Juli im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht werden. ER

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