ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2015Hospiz- und Palliativversorgung: Kabinett billigt Gesetz für flächendeckendes Angebot

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Hospiz- und Palliativversorgung: Kabinett billigt Gesetz für flächendeckendes Angebot

Dtsch Arztebl 2015; 112(19): A-844 / B-714 / C-690

Richter-Kuhlmann, Eva

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Sterbende gut betreuen, ist das Ziel des Hospizgesetzes – ganz gleich ob Patienten zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus versorgt werden. Foto: epd
Sterbende gut betreuen, ist das Ziel des Hospizgesetzes – ganz gleich ob Patienten zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus versorgt werden. Foto: epd

Schwerstkranke und Sterbende sollen durch ein flächendeckendes Hospiz- und Palliativangebot besser betreut werden. Das sieht das Gesetz zum Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung vor, das das Bundeskabinett am 29. April verabschiedete. Konkret soll die Versorgung von Schwerstkranken an allen Orten verbessert werden, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen, ob zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Dazu sollen die allgemeine und die spezialisierte ambulante Palliativversorgung sowie die stationäre Hospizarbeit weiterentwickelt werden. Auch die Krankenhäuser sollen für Hospizarbeit und Palliativversorgung spezielle Vergütungen mit den Kassen verhandeln können. In Alten- und Pflegeheimen sollen Ärzte und Hospizdienste verstärkt kooperieren und Pflegekräfte für die Sterbebegleitung geschult werden.

Der Ausbau palliativmedizinischer Angebote sei insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Sterbehilfe-Debatte ein wichtiges Signal, sagte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung bezeichnete die Gesetzesinitiative als einen „richtigen und längst überfälligen Schritt“. ER

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