ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2015Ausstellung: 1945 – Köln und Dresden

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Ausstellung: 1945 – Köln und Dresden

Wanner, Ernst

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Das zerstörte Köln im Bereich des Doms Foto: Hermann Claasen
Das zerstörte Köln im Bereich des Doms Foto: Hermann Claasen

Das Landesmuseum des Landschaftsverbandes Rheinland in Bonn erinnert mit der Ausstellung „1945 – Köln und Dresden“ an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren. Dokumentiert wird das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit durch das Werk zweier großer Fotografen. Für Köln ist dies Hermann Claasen (1899–1987). Dresden fotografierte Richard Peter senior (1895–1977).

Beide Fotografen haben mit den Aufnahmen ihrer zerstörten Städte Köln und Dresden das Bild der durch Bombenangriffe im Kern ausgelöschten Großstädte geprägt. Beide haben ihre Dokumentationen auch in berühmt gewordenen Fotobüchern niedergelegt: Hermann Claasen unter dem Titel „Gesang im Feuerofen“, Richard Peter unter dem Titel „Dresden – eine Kamera klagt an“. Claasen zeigt das brennende und zerstörte Köln und darin vorwiegend Ruinen von Kirchen. Die Menschen in der kriegszerstörten Stadt bleiben weitgehend unsichtbar. Anders Peter, der die Dresdner mit einbezieht, sowohl die Toten in Uniform mit Hakenkreuzbinde als auch die aktiv am Wiederaufbau Mitwirkenden. So wird im Dresdenbuch der Wiederaufbau im Sozialismus gepriesen. Claasens dagegen ruft zur Rückbesinnung auf christliche Tugenden auf.

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Die Ausstellung „1945 – Köln und Dresden“ stellt die unterschiedliche Konzeption der Fotografen erstmals einander gegenüber und kommentiert diese durch 200 Vintage-Abzüge und Archivmaterial. Die Besucher können die kostbaren Erstausgaben und die späteren Neuauflagen der Köln- und Dresden-Bücher durchblättern und selbst bewerten. Die Ausstellung wird anschließend im Stadtmuseum Dresden gezeigt. Informationen: www.landesmuseum-bonn.de. Ernst Wanner

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