ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2015Psychische Erkrankungen: Berufsverbände kritisieren Fehlplanung

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Psychische Erkrankungen: Berufsverbände kritisieren Fehlplanung

Hillienhof, Arne

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Die Verteilung von Psychiatern, Nervenärzten und Psychotherapeuten geht vielerorts am Bedarf der Patienten vorbei. Das kritisieren Fachverbände der Psychiater und Nervenärzte. Besonders deutlich sei die Fehlplanung bei nervenärztlichen Praxen: In vier von fünf Regionen gelinge keine bedarfsgerechte Verteilung. Der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) verweisen auf Zahlen der Bertelsmann Stiftung, die kürzlich im Rahmen des Faktenchecks Ärztedichte erschienen sind.

„Menschen mit psychischen Erkrankungen finden auf dem Land nur mit Mühe und nach langer Wartezeit einen Termin beim Facharzt oder Psychotherapeuten“, kritisiert der BVDN-Vorsitzende, Dr. med. Frank Bergmann. Vorgeschlagen wird, die Weiterbildung in Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie besonders zu fördern. Diese Förderung sollte auch in vertragsärztlichen nervenärztlichen und psychiatrischen Praxen erfolgen, ähnlich wie dies bei Hausärzten erfolgreich etabliert sei, betont Dr. med. Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des BVDP. Aus Sicht der DGPPN mangelt es zudem an der Steuerung, Vernetzung und Koordination der vielfältigen Versorgungsangebote. „Unverzichtbar ist deshalb die Entwicklung und Implementierung von sektorenübergreifenden und strukturierten Versorgungsansätzen“, sagte DGPPN-Präsidentin Dr. med. Iris Hauth. hil

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