SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2015; 112(20): [3]

Siegmund-Schultze, Nicola

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Dr. rer. nat. Nicola Siegmund-Schultze. Ressort Medizinreport
Dr. rer. nat. Nicola Siegmund-Schultze. Ressort Medizinreport

Das direkte Gespräch mit dem Arzt ist die bedeutendste Informationsquelle für Krebspatienten – trotz der Möglichkeiten, sich über das Internet zu informieren. Besonders wichtig ist Patienten einer aktuellen Studie zufolge, dass sie beim Arzt individuell und umfassend beraten werden, dass sie Fragen stellen können und einen konstanten Ansprechpartner haben (DMW 2015; 140: 334). Für drei Viertel der über 60-jährigen Befragten – in diese Altersgruppe gehören die meisten Krebspatienten – ist das Internet als Informationsquelle unwichtig. Vor dem Hintergrund, dass circa eine halbe Million Menschen im vergangenen Jahr die Diagnose Krebs erhalten haben, lässt sich ermessen, wie immens der Bedarf an ärztlicher Beratung sein muss.

Zugleich erfährt die Innere Medizin, und besonders die Onkologie als Subspezialisierung, eine „molekularbiologische Revolution“, sagte der Onkologe und Hämatologe Prof. Dr. med. Michael Hallek von der Universitätsklinik Köln vor kurzem als Präsident des Internistenkongresses. Parallel zu den sogenannten molekularbasierten Behandlungen entwickeln sich Immuntherapien mit Erfolg. Das Potenzial, das höhere Remissionsraten für eine Verbesserung des Patientenüberlebens bergen, lässt sich nur ausschöpfen, wenn
es eine strukturierte Nachsorge mit guter Vernetzung und Kommunikation gibt. Erfolgreiche Konzepte, auch für ältere Patienten, diversifizieren sich ebenso wie die Therapie.

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