ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2015Hautkrebs: Debatte um Nutzen des Screenings

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Hautkrebs: Debatte um Nutzen des Screenings

Richter-Kuhlmann, Eva

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Zunahme bei den Hauterkrankungen befürchtet. Experten plädieren für Einsatz von Online-Sprechstunden. Foto: picture alliance
Zunahme bei den Hauterkrankungen befürchtet. Experten plädieren für Einsatz von Online-Sprechstunden. Foto: picture alliance

Unterstützung bei der Umsetzung des Nationalen Krebsplanes im Bereich Hautkrebs sowie gesetzliche Rahmenbedingungen, um flächendeckend Online-Sprechstunden anbieten zu können, forderte die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) anlässlich ihrer 48. Jahrestagung sowie der diesjährigen Euromelanoma-Woche Anfang Mai in Berlin. Den Experten zufolge werden in den nächsten Jahren Allergien und Hautkrebs sowie berufs- und altersbedingte Hauterkrankungen deutlich zunehmen. Zwar werde die Versorgung des Hautkrebses seit 2015 auf Basis des Nationalen Krebsplans weiterentwickelt. Um die fachärztliche Versorgung dieser Patienten jedoch auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten, seien Strukturen nötig, die auch die moderne Telekommunikation mit einbeziehen, sagte Dr. med. Klaus Strömer, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD).

Derzeit hat das Hautkrebsscreening allerdings mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen. Strömer verwies auf einen Beitrag des ARD-Politikmagazins „Kontraste“, der den Nutzen des Screenings angezweifelt hatte. Der BVDD will dagegen beim Rundfunkrat Beschwerde einlegen. Das vom Gemeinsamen Bundes­aus­schusses beauftragte Institut für Qualität und Patientensicherheit komme nämlich in seinem Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass trotz einer steigenden Zahl von malignen Melanomen die Sterblichkeitsrate nach Krebsregisterdaten konstant niedrig bleibt, betonte Strömer. „Dies ist ein Erfolg und nicht etwa ein Hinweis auf die Nutzlosigkeit.“ ER

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