ArchivDeutsches Ärzteblatt21-22/2015Krankenhauskeime: Antibiotika-Resistenzstrategie beschlossen

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Krankenhauskeime: Antibiotika-Resistenzstrategie beschlossen

Richter-Kuhlmann, Eva

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Wer Hygiene im Krankenhaus verbessern will, muss für mehr Lehrstühle in diesem Bereich sorgen, befand der 118. Deutsche Ärztetag. Foto: dpa
Wer Hygiene im Krankenhaus verbessern will, muss für mehr Lehrstühle in diesem Bereich sorgen, befand der 118. Deutsche Ärztetag. Foto: dpa

Das Bundeskabinett hat am 13. Mai die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie 2020 (DART) beschlossen. Mit ihr sollen die 2008 begonnenen Anstrengungen fortgesetzt werden. „Die weltweite Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen muss gestoppt werden. Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, drohen die Behandlungsmöglichkeiten in ein Vor-Penicillin-Zeitalter zurückzufallen, mit dramatischen Konsequenzen“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nach der Kabinettssitzung. Bereits im März hatte Gröhe einen Zehn-Punkte-Plan gegen gefährliche Krankenhauskeime vorgestellt, der insbesondere die Meldepflichten für Kliniken konkretisierte. Dies sei Teil der Maßnahmen, die auch künftig verschiedene Politikfelder beträfen, so der Minister.

Der 118. Deutsche Ärztetag appellierte an die Politik, dafür zu sorgen, dass das Personal in den Kliniken aufgestockt werde. Der Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung erwähne zwar das Hygieneförderprogramm zur Einstellung von Hygienepersonal. „Leider mangelt es aber in den Krankenhäusern bei der Patientenversorgung an ausreichend ärztlichem und pflegerischem Personal“, kritisierten die Delegierten. ER

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