ArchivDeutsches Ärzteblatt21-22/2015Benchmarking-Programm: Bessere Versorgungsqualität im OP

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Benchmarking-Programm: Bessere Versorgungsqualität im OP

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Als medizinischer Hochleistungsbereich gehört der OP zu den besonders kostenintensiven Einheiten: Etwa 60 Prozent der Krankenhauskosten eines operativen Patienten entstehen am Tag seiner Operation. Rund ein Drittel der Gesamtkosten eines Krankenhauses entfallen auf Personal- und Sachkosten im OP-Bereich. Anders als in anderen Wirtschaftsbereichen sind Reports über den eigenen Betrieb in Krankenhäusern jedoch noch Mangelware: OP-Abläufe sind oft nicht definiert und damit nicht messbar, Controlling-Instrumente kaum vorhanden. Der Verband für OP-Management, die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der Berufsverband Deutscher Anästhesisten und der Berufsverband der Deutschen Chirurgen haben daher ein Benchmarking-Programm für OP-Prozesse etabliert, das allen Krankenhäusern offensteht.

Die beteiligten Krankenhäuser liefern monatlich standardisierte Prozessdaten ihrer OP-Fälle an den unabhängigen Dienstleister digmed, Hamburg. Inzwischen beteiligen sich mehr als 150 Krankenhäuser, so dass ein Datenpool von mehr als fünf Millionen Operationen für Auswertungen verfügbar ist. Alle operierenden Fachdisziplinen machen dabei mit: An erster Stelle die Allgemeine Chirurgie, ebenso Gynäkologie, Unfallchirurgie, Orthopädie und Urologie. Mit der Plattform „Opteamizer“ (www.opteamizer.com) können alle Beteiligten jederzeit auf die Informationen zum OP-Geschehen ihres Krankenhauses zugreifen. EB

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