ArchivDeutsches Ärzteblatt21-22/2015Randnotiz: Ängste beim Sterben
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Knapp die Hälfte der Bevölkerung (46 Prozent) vertritt die Auffassung, die Beihilfe zur Selbsttötung sollte erlaubt sein, ermittelte vor kurzem der ARD-„Deutschlandtrend“. Gemeint ist damit offensichtlich die ärztliche Suizidbeihilfe. 37 Prozent der Befragten würden darüber hinaus sogar eine Legalisierung der sogenannten aktiven Sterbehilfe begrüßen. Andere Umfragen kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Doch was ist der Hintergrund dieser Antworten? Was sind die Erwartungen, Erfahrungen und Einstellungen der Menschen zum Thema Tod und Sterben? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gaben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie eine Studie in Auftrag. Und die kam zu interessanten Aussagen: Demnach erwartet eine deutliche Mehrheit der Deutschen (60,8 Prozent), dass die Zahl der Menschen, die ihr Leben vorzeitig beenden wollen, um nicht zur Belastung für die Familie zu werden, durch eine Legalisierung ärztlicher Suizidbeihilfe steigen wird. „Diejenigen, die voraussagen, eine mögliche Legalisierung könne einen Dammbruch zur Folge haben, werden durch diese Werte gestützt“, glaubt Gerhard Wegner, Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD. Bei Fragen nach den Ängsten im Blick auf das eigene Sterben zeigte sich, dass Ängste vor einem langen Sterbeprozess (61,8 Prozent) vor starken Schmerzen oder schwerer Atemnot (60,1 Prozent) am weitesten verbreitet sind. Das zeigt, dass „der Ausbau palliativmedizinischer Angebote richtig und vor dem Hintergrund der aktuellen Sterbehilfedebatte ein wichtiges Signal ist“, betont Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundes­ärzte­kammer.

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gennadij
am Dienstag, 26. Mai 2015, 14:02

Herr

100% der Menschen kennen: ,,Du sollst nicht töten..., schon der, der nur zornig auf jemanden ist, wird verurteilt! wenn jemand schon böse auf den anderen Menschen, gehört vor Gericht." So lehrt uns Jesus Christus. Und Der Mensch, der Mensch mit der ausgezeichneten Widerspenstigkeit will beweisen, dass Mensch der Herr über Leben und Tod ist.
MfG
Gena

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