ArchivDeutsches Ärzteblatt21-22/2015Tabakentwöhnung: HNO-Ärzte warnen vor elektrischen Zigaretten

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Tabakentwöhnung: HNO-Ärzte warnen vor elektrischen Zigaretten

Zylka-Menhorn, Vera

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Kein unschädlicher Ersatz für herkömmliche Zigaretten. Foto: iStockphoto
Kein unschädlicher Ersatz für herkömmliche Zigaretten. Foto: iStockphoto

Elektrische Zigaretten können die Schleimhäute in Mund und Rachen schädigen. Auch eine krebsauslösende Wirkung ist nicht auszuschließen. Das zeigt eine Studie, die auf der 86. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) in Berlin vorgestellt wurde. Die Experten warnen davor, den Konsum von E-Zigaretten als unschädlichen Ersatz für herkömmliche Zigaretten zu verharmlosen.

Die Hersteller bewerben das „Dampfen“ als gesündere Alternative, da die Geräte mit dem Heizdraht keinen Tabak verbrennen und somit keine krebsauslösenden Stoffe entstünden. „Die Unbedenklichkeit gilt allerdings nur für Nahrungsmittel, die zum Verzehr gedacht sind“, wendet Prof. Dr. med. Martin Canis, Göttingen, ein. Die Inhalation der Dämpfe umfasse dies jedoch nicht. „Durch die Erhitzung können neue chemische Substanzen entstehen“, sagt der Experte. Tatsächlich gebe es bereits Berichte über Reizungen der Atemwege oder auch allergische Reaktionen, so Canis. zyl

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