SUPPLEMENT: Perspektiven der Infektiologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2015; 112(23): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka Menhorn, Ressortleiterin Medizinreport und Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka Menhorn, Ressortleiterin Medizinreport und Perspektiven

Weltweit werden Ärzte aller Fachrichtungen immer häufiger mit schwer behandelbaren Infektionen konfrontiert – verursacht durch multiresistente Krankheitserreger oder neuartige Viren. Obwohl seit Jahr(zehnt)en „gebetsmühlenartig“ auf diese unheilvolle Entwicklung hingewiesen wird, ließen nationale und internationale Strategien auf sich warten. So teilte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) noch im April mit, dass nur 34 von 133 Staaten umfassende Strategien eingeleitet haben, um Resistenzen gegen Antibiotika zu bekämpfen. Inzwischen versucht auch Deutschland Versäumtes nachzuholen – politisch wie medizinisch.

Klare Regeln für den Einsatz von Antibiotika in der Medizin und in der Tierhaltung stehen im Mittelpunkt der „Deutschen Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART 2020)“, die das Bundeskabinett erst kürzlich verabschiedet hat. Angesichts der internationalen Brisanz steht das Thema nun auch auf der Agenda des G7-Treffens der Staats- und Regierungschefs im Juni auf Schloss Elmau.

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Im Februar gab die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) die Gründung der „Task Force Infektiologie“ bekannt und fordert für die Zusatzbezeichnung nunmehr eine zweijährige Weiterbildung sowie mehr Personalstellen: So sollte jede Klinik über 500 Betten einen klinischen Infektiologen einstellen. Und die Initiative „Antibiotic Stewardship“ zielt darauf ab, Klinikmitarbeiter für eine rationale Antibiotikaverordnung zu schulen.

Dr. med. Vera Zylka Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport und Perspektiven

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