ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2015Positionspapier: Ärztliche Sicht auf Einsatz von Telemedizin

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Positionspapier: Ärztliche Sicht auf Einsatz von Telemedizin

Krüger-Brand, Heike E.

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Telemedizinische Verfahren sind in einzelnen Versorgungsbereichen inzwischen weit verbreitet, etwa in der Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten. In anderen Gebieten werden sie erprobt, haben aber den Sprung in die Regelversorgung noch nicht geschafft. In einem Positionspapier beschreibt die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) Anwendungsgebiete für Telemedizin und stellt dar, in welchen Fällen diese für die Patienten besonders nützlich ist.

Medizinische Leistungen über räumliche Entfernungen hinweg: BÄK legt Positionspapier zur Telemedizin vor. Foto: mauritius images
Medizinische Leistungen über räumliche Entfernungen hinweg: BÄK legt Positionspapier zur Telemedizin vor. Foto: mauritius images

„Angesichts der raschen Entwicklung dieser modernen Versorgungsmethoden ist es wichtig, unsere ärztliche Sichtweise auf diese Verfahren zu artikulieren und anderen interessengeleiteten Akteuren entgegenzusetzen“, sagte Dr. med. Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses Telematik der BÄK. Zuvor hatte der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt am Main dem Positionspapier mit großer Mehrheit zugestimmt und eine Begriffsbestimmung vorgenommen: Danach ist Telemedizin ein Sammelbegriff für verschiedenartige ärztliche Versorgungskonzepte, denen als prinzipieller Ansatz gemein ist, „dass medizinische Leistungen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sowie bei der ärztlichen Entscheidungsberatung über räumliche Entfernungen (oder zeitlichen Versatz) hinweg erbracht werden“. Telemedizin könne für eine bessere Kommunikation unter Ärzten und erhöhte Versorgungsgerechtigkeit sorgen. Zudem könnten telemedizinische Verfahren Versorgungsengpässe beseitigen oder deren Entstehen verhindern. KBr

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