ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2015Ganzkörper­plethysmographen bei Verdacht auf Asthma bronchiale

MEDIZIN: Originalarbeit

Ganzkörper­plethysmographen bei Verdacht auf Asthma bronchiale

Prospektive Studie über den Wert des diagnostischen Zusatznutzens mit 302 Patienten

Whole-body plethysmography in suspected asthma—a prospective study of its added diagnostic value in 302 patients

Dtsch Arztebl Int 2015; 112(24): 405-11; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0405

Schneider, Antonius; Schwarzbach, Johannes; Faderl, Bernhard; Hautmann, Hubert; Jörres, Rudolf A.

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Hintergrund: Die Ganzkörperplethysmographie (GKP) wird während bronchialer Provokationstests bei Einbeziehung des (spezifischen) Atemwegswiderstands (s)RAW als sensitiveres Verfahren als die Spirometrie betrachtet, bei der ausschließlich die Einsekundenkapazität (FEV1) einbezogen werden kann. Die Evidenz des diagnostischen Zusatznutzens ist bislang unklar.

Methode: In einer prospektiven diagnostischen Studie wurden 400 Patienten zwischen Juni 2010 und Oktober 2011 mit Verdacht auf Asthma mittels Bronchoprovokation im GKP beziehungsweise mit dem Bronchodilatationstest untersucht. Die Bronchoprovokation war positiv, wenn FEV1 um mindestens 20 % abnahm und/oder sich der Atemwegswiderstand verdoppelte und sRAW auf mindestens 2,0 kPA × s beziehungsweise RAW auf 0,5 kPA × s/L zunahm. Ein Jahr später wurde eine Follow-up-Messung vorgenommen.

Ergebnisse: Die Asthmaprävalenz von 302 Patienten mit vollständigem Follow-up war 27,5 %. Die Sensitivität des GKP unter Einschluss von sRAW war 95,2 % (95-%-Konfidenzintervall [KI]: 88,3–98,1), Spezifität 81,7 % (95-%-KI: 76,1–86,3). Die Sensitivität von FEV1 war 44,6 % (95-%-KI: 34,4–55,3), die Spezifität 91,3 % (95-%-KI: 86,6–94,4). Der negative Vorhersagewert (NPV) des GKP unter Einschluss von sRAW war 97,8 % (95-%-KI: 94,5–99,1) und von FEV1 81,3 % (95-%-KI: 76,0–85,7). Der positive Vorhersagewert (PPV) des GKP unter Einschluss von sRAW war 66,4 % (95-%-KI: 57,5–74,2) und für FEV1 66,1 % (95-%-KI: 53,0–77,1).

Schlussfolgerung: Die Einbeziehung von sRAW ermöglicht den Ausschluss von Asthma mit hoher Sicherheit. Die Verbesserung des positiven Vorhersagewerts bei Verdacht auf Asthma bronchiale bleibt eine Herausforderung, weil die Spezifität auch durch sRAW nicht verbessert wird.

LNSLNS

Die Ganzkörperplethysmograhie (GKP) wurde in Deutschland beginnend in den 1980er-Jahren breitflächig implementiert. Sie steht nicht nur in Kliniken, sondern auch in jeder lungenfachärztlichen Praxis für die tägliche Routinediagnostik zu Verfügung. Die GKP liefert mehr diagnostische Informationen als die Spirometrie, durch Messung von intrathorakalem Gasvolumen, totaler Lungenkapazität, funktioneller Residualkapazität und (spezifischem) Atemwegswiderstand RAW (sRAW), der mitarbeitsunabhängig erfasst wird (1). Insbesondere der sRAW wird in der diagnostischen Routine regelhaft verwendet, da er sehr sensibel auf eine unspezifische Bronchoprovokation mit Methacholin oder Histamin anspricht. Der Provokationstest ist notwendig, um die Diagnose Asthma bronchiale leitliniengerecht zu stellen oder auszuschließen, sofern die Spirometrie unauffällig ist, was bei leichtem Asthma sehr häufig der Fall ist (2). Die Ergebnisse der Bronchoprovokation werden üblicherweise auf Basis des Abfalls von FEV1 und/oder des Anstiegs von RAW oder sRAW interpretiert.

Die weite Verbreitung der GKP in Deutschland steht im Kontrast zur verfügbaren Evidenz bezüglich des diagnostischen Zusatznutzens im Vergleich zur Spirometrie. Eine Ursache hierfür mag sein, dass die Notwendigkeit systematischer Evaluationen von diagnostischen Instrumenten in früheren Jahren nicht gesehen wurde (3). Demzufolge genießt die GKP in der täglichen Routine zur Diagnostik bei Asthma (4) und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) (5) einen sehr hohen Stellenwert, was sich auch in deutschen Leitlinien widerspiegelt (6, 7), während sie in internationalen Leitlinien kaum erwähnt wird. Anerkannte Wissenschaftler aus der internationalen Pneumologie zweifeln immer wieder ihren diagnostischen Nutzen an (8). Allerdings zeigten kürzlich Decramer et al. anhand von Entscheidungsszenarios in Fokusgruppen, dass die GKP die differenzialdiagnostischen Entscheidungen erheblich verbessert (9). Dabei blieb allerdings die spezifische Rolle der GKP bei der Diagnostik des Asthma bronchiale unklar, vor allem in Hinsicht auf die Bronchoprovokation. Dies ist bedeutsam, weil der sRAW bisweilen als besonders anfällig gegenüber Messartefakten eingestuft wird (8). Einige Studien erbrachten Hinweise, dass sRAW der Einsekundenkapazität (FEV1) in der Beurteilung der Bronchoprovokation überlegen sein könnte, jedoch lag der Fokus entweder nicht auf Asthma (10) oder die Patienten waren vorselektioniert (11, 12), was zu einem Bias bei der Einschätzung der diagnostischen Genauigkeit führen kann (13). Ziel der vorliegenden Studie war die Bestimmung des diagnostischen Zusatznutzens von sRAW beim Bronchoprovokationstest bei Patienten, die mit Verdacht auf Asthma bronchiale erstmalig zur Routinediagnostik in eine lungenfachärztliche Praxis kamen.

Methode

Studiendesign

Die prospektive Erhebung im Sinne einer diagnostischen Studie mit zeitlich verzögerter Diagnosestellung („delayed-type of diagnostic study“ [14]) erfolgte zwischen Juni 2010 und Oktober 2011 in einer lungenfachärztlichen Praxis in Augsburg, die von fünf Pneumologen geführt wird (15, 16). Ziel der aktuellen Analyse war die Bestimmung des diagnostisch-prognostischen Zusatznutzens der GKP unter Einbeziehung von sRAW bei der Diagnostik von Asthma bronchiale.

Population

Konsekutiv wurden 400 Patienten in die Studie aufgenommen, die sich erstmalig zur Abklärung bei Verdacht auf Asthma bronchiale in der lungenfachärztlichen Praxis vorstellten („indicated population design“ [3]). Einschlusskriterien waren die Schilderung von typischen Symptomen wie Dyspnoe, Husten und Auswurf über mehr als zwei Monate, die zum Verdacht des Vorliegens einer Atemwegserkrankung führten und eine eingehende Untersuchung inklusive GKP erforderlich machten. Ausschlusskriterien waren eine Atemwegsinfektion, die weniger als sechs Wochen zurücklag und Kontraindikationen zur Bronchoprovokation, wie Schwangerschaft, Herzrhythmusstörungen oder koronare Herzerkrankung. Die Studie wurde von der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät des Klinikums rechts der Isar/TU München bewilligt. Die anamnestischen Angaben wurden in einem strukturierten Fragebogen dokumentiert (Tabelle 1).

Charakteristik der Patienten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses
Charakteristik der Patienten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses
Tabelle 1
Charakteristik der Patienten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses

Diagnostische Untersuchung im GKP

Die Patienten wurden angewiesen, am Tag der Untersuchung (t0) nicht zu rauchen. Eventuell im Vorfeld verschriebene antiobstruktive Medikamente sollten 12 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden. Die Lungenfunktionsuntersuchung erfolgte nach einem standardisierten Protokoll mit Adjustierung gemäß Geschlecht, Alter und Körpergröße (17). Falls FEV1/VC (= Vitalkapazität) < 0,7 und/oder FEV1 < 80 % des Sollwertes war, erhielten die Patienten einen Bronchodilatationstest mit dem kurzwirksamen Betasympathomimetikum Salbutamol. Eine Atemwegsobstruktion wurde entsprechend internationalen Leitlinien bei pathologischem Tiffeneau-Quotienten diagnostiziert, also bei FEV1/VC < 0,70. Bei Verbesserung der FEV1 um mindestens 12 % und 200 mL wurde die Diagnose Asthma bronchiale gestellt, falls FEV1 den Sollwert nach der Inhalation von Salbutamol erreichte (18). Die Diagnose einer COPD wurde bei negativem Bronchodilatationstest gestellt, also wenn FEV1 < 12 % beziehungsweise 200 mL war, und eine entsprechende Anamnese vorlag (Grafik 1).

Diagnostische Aufarbeitung bei Einschluss der Patienten; BDT, Bronchodilatationstest; COPD, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Diagnostische Aufarbeitung bei Einschluss der Patienten; BDT, Bronchodilatationstest; COPD, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Grafik 1
Diagnostische Aufarbeitung bei Einschluss der Patienten; BDT, Bronchodilatationstest; COPD, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung

Falls keine Atemwegsobstruktion vorlag, erfolgte eine Bronchoprovokation mit Methacholin entsprechend dem 1-Konzentrations-4-Stufen Dosimeter-Protokoll (19). Dieses Protokoll weist eine ähnliche Genauigkeit wie das Multikonzentrations-Protokoll der American Thoracic Society (ATS) (20) auf, hat aber Vorteile in der täglichen Praxis, da es rascher und einfacher durchzuführen ist. Die Provokationstests wurden anhand der Provokationskonzentrationen (PC) ausgewertet; darunter versteht man die Konzentration des in steigenden Dosen inhalierten Methacholins, bei der eine definierte Änderung eines Lungenfunktionsparameters eintritt. Der Test galt als positiv im Sinne einer bronchialen Hyperreaktivität (BHR), wenn FEV1 um mindestens 20 % abnahm, nachdem bis zu einer maximalen Methacholin-Konzentration von 16 mg/mL inhaliert worden war (PC20FEV1 < 16 mg/mL), und/oder wenn der spezifische Atemwegswiderstand sRAW um mindestens 100 % und zugleich auf mindestens 2,0kPa*s zunahm (PC100sRaw < 16 mg/mL) und/oder Zunahme des Atemwegswiderstands RAW um mindestens 100 % und zugleich auf mindestens auf 0,5 kPa*s/L (1). Die Diagnose wurde von einem Lungenfacharzt unter Gesamtschau der Anamnese, klinischen Symptomatik und Ergebnisse im GKP, gegebenenfalls mit Bronchoprovokation, gestellt.

Follow-up

Zwölf Monate (t1) nach der Erstdiagnostik wurden die Patienten telefonisch kontaktiert und mit einem strukturiertem Interview nach klinischen Zeichen und Symptomen bezüglich Asthma bronchiale beziehungsweise COPD befragt (Fragebogen im eSupplement einsehbar). Dazu gehörten Fragen, ob sie immer noch unter Symptomen einer obstruktiven Atemwegserkrankung litten bzw. sich weiterhin gesund fühlten. Zusätzlich wurde gefragt, ob noch antiobstruktive Medikamente genommen wurden, und wenn ja, welche. Zu t1 wurden auch die Hausärzte und Lungenfachärzte kontaktiert und befragt, ob aus ihrer Sicht der Patient immer noch Asthma/COPD hätte, ob derzeit noch antiasthmatische Medikamente rezeptiert würden beziehungsweise wie oft welche Medikamente innerhalb der letzten zwölf Monate verordnet wurden. Nur diejenigen Patienten wurden in die Follow-up-Erhebung eingeschlossen, deren Daten inklusive der hausärztlichen Befragung komplettiert werden konnten. Die Lungenfachärzte wurden stets erreicht. In einem Expertenpanel (AS, RAJ, JS) wurden die Antworten der Patienten und Ärzte diskutiert und diagnostisch eingeordnet, verblindet gegenüber der Testparameter FEV1 und sRAW zu t0. Wenn Patienten, Pneumologen und Hausärzte übereinstimmend angaben, dass keine asthmatischen Beschwerden vorlagen und keine Medikamente genommen wurden, wurde davon ausgegangen, dass kein Asthma bestand. Wenn der Patient angab, dass Beschwerden vorlagen beziehungsweise entsprechende Medikamente eingenommen wurden, wurde die Follow-up-Diagnose Asthma dokumentiert.

Statistische Analyse

Zur Auswertung wurde FEV1 zu t0 mit dem totalen spezifischen Atemwegswiderstand (sRAW) zu t0 verglichen, der im Vergleich zum effektiven spezifischen Widerstand als sensitiver gilt (1); ferner wurde zur Vereinheitlichung sRaw statt Raw gewählt. Die Sensitivität, Spezifität, der positive Vorhersagewert („positive predictive value“, PPV) und negative Vorhersagewert (negative predictive value, NPV) der PC20 von FEV1 (t0) und der PC100 von sRAW (t0) wurden anhand einer Vierfeldertafel berechnet, mit der Diagnose zu t1 als Referenzstandard. Ferner erfolgte eine Sensitivitätsanalyse, in der ein Abfall der FEV1 um nur 15 % (PC15FEV1 < 16mg/mL) festgelegt wurde, weil eine Erhöhung der Sensitivität durch ein geringeres Ausmaß der geforderten Änderung von FEV1 letztlich den gleichen Effekt haben könnte wie die Messung des generell als sensitiver geltenden sRAW. Hinweise auf derartige Konkordanzen gab es aus früheren Untersuchungen (21). 95-%-Konfidenzintervalle wurden mit der Methode nach Wilson berechnet (22). Die Powerberechnung ergab, dass eine Stichprobengröße von mindestens 302 Patienten notwendig war, um eine geschätzte Sensitivität von mindestens 32 % und Spezifität von mindestens 93 % (16) mit einem als ausreichend erachteten 95-%-Konfidenzinterfall von ± 9 % bestimmen zu können (22). Zur Beschreibung der Patienten wurden Mittelwerte und Standardabweichungen (SD) verwendet. Als Signifikanzniveau wurde α < 0,05 gewählt. Alle statistischen Analysen erfolgten mit SPSS 22 für Windows.

Ergebnisse

Insgesamt nahmen 400 Patienten an der Studie teil. Sieben Patienten konnten nicht in die Auswertung aufgenommen werden, weil deren Dokumentation unvollständig war (Grafik 1). Bei Studieneinschluss (t0) wurde bei 154 (39,2 %) Patienten ein Asthma bronchiale diagnostiziert, bei 5 (1,3 %) eine COPD und bei 234 (59,5 %) keine obstruktive Atemwegserkrankung (Tabelle 1).

Die Letzteren wiesen folgende Diagnosen auf:

  • 13 eine restriktive Lungenerkrankung
  • 10 eine chronische Bronchitis ohne Obstruktion
  • 30 eine bronchiale Hyperreagiblität als Folge eines bronchopulmonalen Infekts
  • 28 eine akute Bronchitis
  • 18 eine gastroösophageale Refluxerkrankung
  • 6 eine Vocal Cord Dysfunction
  • 1 ein Bronchialkarzinom
  • 5 einen chronischen Husten aufgrund der dauerhaften Einnahme eines ACE-Hemmers.

Bei den verbleibenden 123 Patienten wurde keine atemwegsbezogene Erkrankung festgestellt. Die Diagnose eines Asthma erfolgte bei 145 (94,2 %) Patienten aufgrund eines positiven Ergebnisses bei der Bronchoprovokation, bei 9 (5,8 %) Patienten aufgrund eines positiven Bronchodilatationstests.

Beim Follow-up nach 12 Monaten (t1) wurden 344 Patienten und die Hausärzte/-innen von 335 Patienten telefonisch erreicht, mit dem Ergebnis, dass von 302 Patienten vollständige Angaben ermittelt werden konnten (Grafik 2). Bei 33 (10,9 %) Patienten mit initialer Diagnose eines Asthma bronchiale stimmten sowohl die Patienten selbst als auch die Hausärzte darin überein, dass nach 12 Monaten keinerlei Symptome einer Atemwegserkrankung mehr vorlagen. In vier Fällen (1,3 %) waren sich Hausärzte und Patienten einig, dass ein Asthma bronchiale bestand, obwohl der Provokationstest negativ ausgefallen war. Diese Patienten nahmen weiterhin antiasthmatische Inhalativa ein. Zu t1 wiesen noch 83 (27,5 %) Patienten die Diagnose eines Asthma bronchiale auf; 50 (60,2 %) davon waren weiblich. Die Responder hatten zu t0 eine FEV1 von im Mittel 3,3 (SD: 0,9) Liter und 105,5 (16,3) %-Soll, sowie einen Tiffeneau-Index (FEV1/VC) von 84,1 (7,7) %. Die 91 Patienten, die nicht in die Follow-up-Analyse eingeschlossen werden konnten (Nonresponder), waren signifikant jünger als die Responder (39,4 vs. 44,5 Jahre; p = 0,006 im t-Test), bezüglich der Geschlechterverteilung, Asthmahäufigkeit und Lungenfunktionswerte zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.

Diagnostische Einteilung in der Follow-up-Erhebung 12 Monate später
Diagnostische Einteilung in der Follow-up-Erhebung 12 Monate später
Grafik 2
Diagnostische Einteilung in der Follow-up-Erhebung 12 Monate später

Bei 42 (50,6 %) der 83 Patienten, die noch nach einem Jahr die Diagnose eines Asthma bronchiale aufwiesen, war die Diagnose nur aufgrund der Veränderung des sRAW um mindestens 100 % während Bronchoprovokation gestellt worden (Tabelle 2). Umgekehrt war in 21 (9,6 %) Fällen die alleinige Reaktion von sRAW bei Bronchoprovokation in dieser Hinsicht falsch-positiv. Bei 32 (38,6 %) Patienten traten eine Abnahme von FEV1 um 20 % während Bronchoprovokation und bei 5 (6,0 %) eine ausreichend starke Reaktion im Bronchodilatationstest auf. Bei diesen Patienten hätte die Darstellung der Fluss-Volumen-Kurve mit Bestimmung von FEV1 und VC durch die Spirometrie für die Diagnosestellung genügt. Bei 19 (8,7 %) Patienten war die Reaktion von FEV1 falsch-positiv. Die entsprechenden Vierfeldertafeln (Tabelle 3) zeigten, dass die Sensitivität bei Einbeziehung des sRAW deutlich zunahm und die Spezifität leicht abnahm. Dementsprechend lag der negative Vorhersagewert (NPV) des GKP bei Einschluss von PC100sRAW mit 97,8 % (95-%-KI: 94,5–99,1) sehr hoch, während der NPV von PC20FEV1 alleine – was auch nur mit Spirometrie gemessen werden könnte – mit 81,3 % (95-%-KI: 76,0–85,7) deutlich geringer ausfiel (Tabelle 3). Der positive Vorhersagewert (PPV) des GKP war unter Verwendung von PC100sRAW (66,4 %; 95-%-KI: 57,5–74,2) nur geringfügig höher als unter alleiniger Verwendung von PC20FEV1 (66,1; 95-%-KI: 53,0–77,1). Die Sensitivitätsanalyse hinsichtlich PC15FEV1 < 16 mg/mL ergab eine Sensitivität von 60,2 % (95-%-KI: 49,5–70,1) und Spezifität von 83,1 % (95-%-KI: 77,6–87,5). Damit war NPV 84,7 % (95-%-KI: 79,2–88,9) und PPV 57,5 % (95-%-KI: 47,0–67,3).

Verteilung der diagnostischen Kennwerte im Hinblick auf die Follow-up-Diagnose nach zwölf Monaten
Verteilung der diagnostischen Kennwerte im Hinblick auf die Follow-up-Diagnose nach zwölf Monaten
Tabelle 2
Verteilung der diagnostischen Kennwerte im Hinblick auf die Follow-up-Diagnose nach zwölf Monaten
Vierfelder-Tafel der diagnostischen Parameter des Ganzkörperbodyplethysmographen für die prognostische Diagnostik von Asthma bronchiale nach zwölf Monaten
Vierfelder-Tafel der diagnostischen Parameter des Ganzkörperbodyplethysmographen für die prognostische Diagnostik von Asthma bronchiale nach zwölf Monaten
Tabelle 3
Vierfelder-Tafel der diagnostischen Parameter des Ganzkörperbodyplethysmographen für die prognostische Diagnostik von Asthma bronchiale nach zwölf Monaten

Diskussion

Mit der vorliegenden Studie wurde erstmalig in der pneumologischen Praxisroutine der diagnostische Zusatznutzen des ganzkörperplethysmographisch gemessenen spezifischen Atemwegswiderstandes sRAW bei Verdacht auf Asthma bronchiale belegt. Die Sensitivität des sRAW während unspezifischer bronchialer Provokation war sehr hoch. Dies führt zu einem hohen negativen Vorhersagewert und ermöglicht somit den Ausschluss eines Asthma bronchiale mit hoher Sicherheit.

Die Daten der Autoren unterstreichen die Berechtigung des durchgängig praktizierten, aber wissenschaftlich bislang nicht ausreichend belegten Ansatzes, der Einbeziehung des sRAW während der Bronchoprovokation auf Basis des hohen negativen Vorhersagewerts einen zentralen Stellenwert beim Ausschluss von Asthma zuzuschreiben. Für die diagnostische Versorgungskette bedeutet dies, dass in der Hausarztpraxis bei Verdacht auf Asthma und unauffälliger Spirometrie – bei leichtem Asthma eine regelhafte Erscheinung (2) – zur Bronchoprovokation mit Analyse im GKP an den Lungenfacharzt überwiesen werden sollte. Bei negativem Ergebnis ist das Vorliegen eines Asthma bronchiale dann sehr unwahrscheinlich. Es wird in manchen Leitlinien zur Verbesserung der diagnostischen Sicherheit auch die Bestimmung der Peak-flow-Variabilität vorgeschlagen (6, 18), doch betont die Nationale Versorgungsleitlinie Asthma die geringe Validität im Vergleich zur Bronchoprovokation (6).

Es ist bekannt, dass im Mittel ein Anstieg von RAW um 100 % mit einem kleineren Abfall von FEV1 als 20 % korrespondiert; dieser Abfall wurde auf 16 % beziffert und gilt ähnlich für sRAW (21). Die Sensitivitätsanalyse zeigte jedoch immer noch eine deutliche Unterlegenheit zu PC100sRAW. Demzufolge scheint tatsächlich eine engere Beziehung der ganzkörperplethysmographischen Reaktion zum Asthma zu bestehen als dies bei der spirometrischen Reaktion der Fall ist. Allerdings nahm der positive Vorhersagewert durch Einbeziehung von sRAW beim Provokationstest nicht zu. Dies ist durch die geringere Spezifität des sRAW im Vergleich zur FEV1 zu erklären. Falsch-positive Diagnosen können sich unter anderem durch eine postinfektiöse oder allgemein bestehende bronchiale Hyperreagibilität, gastroösophagealen Reflux und „Vocal Cord Dysfunction“ ergeben. Gemäß Bayes´schem Theorem (23) liegt der positive Vorhersagewert der Bronchoprovokation mit PC20FEV1 als Beurteilungsgröße bei 70 %, wenn die Vortestwahrscheinlichkeit von Asthma bei 30 % liegt (20). Auch Nensa et al. fanden in einer diagnostisch-experimentellen Studie mit 74 vorselektionierten Patienten, dass die Bestimmung von sRAW nicht zu einer verbesserten Spezifität führte (11). Daher bleibt es eine Herausforderung, den positiven Vorhersagewert bei Verdacht auf Asthma bronchiale zu verbessern.

Eine Limitation der Studie ist, dass von 91 Patienten keine vollständigen Follow-up-Daten erhoben werden konnten. Diese Patienten waren im Durchschnitt jünger, zudem bestand bei ihnen häufiger ein Asthma bronchiale, wenngleich der Unterschied nicht statistisch signifikant war. Im Prinzip könnte die daraus resultierende niedrigere Vortestwahrscheinlichkeit der Responder zu einer Überschätzung des negativen Vorhersagewertes geführt haben. Darüber hinaus konnten die Patienten aus organisatorischen beziehungsweise finanziellen Gründen nicht zu einer erneuten klinischen Untersuchung einbestellt werden. Auch könnte eine weitere Bronchoprovokation ohne klinische Indikation aufgrund eventueller Nebenwirkungen aus ethischer Hinsicht als problematisch gelten. Zudem wurde deutlich, dass die Bronchoprovokation alleine kein perfekter Referenzstandard ist, sondern immer in Gesamtschau mit der klinischen Symptomatik interpretiert werden muss, da 30 Patienten zu t0 eine bronchiale Hyperreagibilität aufwiesen, ohne dass ein Asthma bronchiale diagnostiziert wurde. Durch eine erneute Bronchoprovokation nach einem Jahr hätte also das Problem falsch-positiver Ergebnisse nicht gelöst werden können. Daher verbleibt nur die anamnestische Erfassung des klinischen Verlaufs im Sinne einer diagnostischen Studie mit zeitlich verzögerter Diagnosestellung durch Einschätzung im Expertenpanel („delayed-type of diagnostic study“) als Möglichkeit, um die diagnostische Genauigkeit eines Referenzstandards einzuschätzen (14, 24). Ferner sollte festgehalten werden, dass die Ergebnisse aus einer sekundären Analyse resultieren. Dennoch wird deutlich, dass die GKP nicht nur per se (9), sondern gerade in Verbindung mit der bronchialen Provokation einen hohen diagnostischen Zusatznutzen hat.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 17. 12. 2014, revidierte Fassung angenommen: 15. 4. 2015

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Antonius Schneider
Institut für Allgemeinmedizin
Klinikum rechts der Isar
Technische Universität München
Orleansstraße 4
81667 München
antonius.schneider@tum.de

Zitierweise
Schneider A, Schwarzbach J, Faderl B, Hautmann H, Jörres RA:
Whole-body plethysmography in suspected asthma—a prospective study of its added diagnostic value in 302 patients. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 405–11. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0405

@eSupplement:
www.aerzteblatt.de/15m0405 oder über QR-Code

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Diagnostische Aufarbeitung bei Einschluss der Patienten; BDT, Bronchodilatationstest; COPD, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Diagnostische Aufarbeitung bei Einschluss der Patienten; BDT, Bronchodilatationstest; COPD, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Grafik 1
Diagnostische Aufarbeitung bei Einschluss der Patienten; BDT, Bronchodilatationstest; COPD, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Diagnostische Einteilung in der Follow-up-Erhebung 12 Monate später
Diagnostische Einteilung in der Follow-up-Erhebung 12 Monate später
Grafik 2
Diagnostische Einteilung in der Follow-up-Erhebung 12 Monate später
Charakteristik der Patienten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses
Charakteristik der Patienten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses
Tabelle 1
Charakteristik der Patienten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses
Verteilung der diagnostischen Kennwerte im Hinblick auf die Follow-up-Diagnose nach zwölf Monaten
Verteilung der diagnostischen Kennwerte im Hinblick auf die Follow-up-Diagnose nach zwölf Monaten
Tabelle 2
Verteilung der diagnostischen Kennwerte im Hinblick auf die Follow-up-Diagnose nach zwölf Monaten
Vierfelder-Tafel der diagnostischen Parameter des Ganzkörperbodyplethysmographen für die prognostische Diagnostik von Asthma bronchiale nach zwölf Monaten
Vierfelder-Tafel der diagnostischen Parameter des Ganzkörperbodyplethysmographen für die prognostische Diagnostik von Asthma bronchiale nach zwölf Monaten
Tabelle 3
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