ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2015Psychosomatik: Das Zentrum als originärer Platz
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Dem Kollegen Fischer gebührt höchste Hochachtung für sein engagiertes Eintreten für die zentrale Stellung der Psychosomatik. Weit verbreitet ist in der somatischen Ärzteschaft die Auffassung, dass erst nach dem Versagen der somatischen Sichtweise die Psychosomatiker als Reserve rekrutiert werden sollen; in dieses Weltbild passt sehr gut, dass sich die Psychosomatiker besonders auf Feldern wie der Palliativmedizin wiederfinden. Mitunter scheint es so, als ob der Psychosomatiker ein solches „immer an den Rand gedrängt werden“ internalisiert hat und als Folge sich die Kollegen in der PSM geradezu als Ärzte zweiter Klasse begreifen. Trotz aller Anstrengungen erreicht die Psychosomatik nicht die ihr gebührende Anerkennung, worunter die Beziehung zu den somatischen Fächern leidet . . .

Die Psychosomatik muss in das Zentrum eines jeden ärztlichen Tuns rücken; die zentrale Stellung der psychosomatischen Sichtweise könnte auch einen Wärmestrom gerade in den intensiv invasiven Fächern entfachen – mit nicht überschätzbaren salutogenen Wirkungen auf Patienten, Personal und Portemonnaie.

Prof. Dr. med. Bernhard Korbmacher, Klinik für
Kardiovaskuläre Chirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf,
40225 Düsseldorf

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