ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2015Drogenpolitik: Konkurrenz ausgeschaltet
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Nicht gesundheitliche Gefährdung des Menschen durch Hanf, sondern rein wirtschaftliche und machtpolitische Gründe führten zum Anbauverbot von Cannabis, einer Kulturpflanze, die seit Menschengedenken genutzt wurde. Treibende Kraft für die Durchsetzung der sogenannten „Marijuana Tax Act“ von 1937 war der amerikanische Zeitungsverleger und Medienriese William Randolph Hearst, der mit diesem Gesetz elegant die Papierherstellung aus Hanf seiner noch verbliebenen Konkurrenz ausschaltete. Hearst besaß nicht nur 25 Tageszeitungen, 24 Wochenzeitungen, zwölf Radiosender, zwei weltweite Nachrichtensender, das Cosmopolitan Filmstudio sowie andere Medienfirmen, sondern war auch Waldbesitzer und Papiermühlenmagnat. In dieser Position war es ihm ein Leichtes, den einzig verbliebenen Konkurrenten zur Papierherstellung, nämlich den Hanfanbau, per Gesetz verbieten zu lassen, indem er Hanf als gefährlichste Droge seit Anbeginn der Menschheit deklarierte . . .

Dr. med. Udo Fuchs, 22453 Hamburg

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