ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2015Ausstellung über Markgraf Karl Wilhelm: Stadtgründer und Visionär

KULTURTIPPS

Ausstellung über Markgraf Karl Wilhelm: Stadtgründer und Visionär

dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Vor Kraft strotzend, als schön und charmant beschreiben ihn manche Zeitzeugen. Eine Schönheit nach heutigen Maßstäben war er aber nicht: Etwas drall, nicht gerade groß, Doppelkinn und eine auffallende Nase, die zum Greifen reizt. Wer den markgräflichen Zinken anfassen will, darf dies in den kommenden Monaten im Karlsruher Schloss. Dort steht lebensgroß in Silikon mit Allonge-Perücke und im Hermelin-Plüschmantel nachgebildet der badische Markgraf Karl Wilhelm (1679–1738). Anlässlich des 300. Stadtgeburtstages widmet das Badische Landesmuseum dem Stadtgründer eine Große Landesausstellung.

Der badische Markgraf Karl Wilhelm (1679–1738) steht lebensgroß in Silikon mit Allonge- Perücke und im Hermelin-Plüschmantel nachgebildet im Karlsruher Schloss. Foto: dpa
Der badische Markgraf Karl Wilhelm (1679–1738) steht lebensgroß in Silikon mit Allonge- Perücke und im Hermelin-Plüschmantel nachgebildet im Karlsruher Schloss. Foto: dpa

Bis zum 18. Oktober präsentieren rund 250 Exponate die unterschiedlichen Facetten des Barockfürsten. Denn der hatte neben seinem Hang zum Luxus mit Jacht, 300 Kanarienvögeln, 5 000 Tulpen und unzähligen Mätressen auch wirtschaftliche Visionen und eine soziale Ader. Zudem legte er am 17. Juni 1715 im Alter von 36 Jahren den Grundstein für sein in kurzer Zeit hochgezogenes Schloss als Ausgangspunkt für eine strahlenförmige Planstadt, die barocke Vorbilder hat, bis heute aber einzigartig ist.

Anzeige

Für diese erste Schau über den schillernden Markgrafen steuerte das Haus Baden viele bis dahin verborgene Schätze bei – Familienbilder, Handschriften, Pfeifen, kostbares Silbergeschirr und Ordenspokale. Was für ein Mensch war Karl Wilhelm? Die Schau versucht dem am Originalschauplatz, dem Schloss, auf den Grund zu gehen. Einerseits ein großer Förderer der Wirtschaft sowie des Medizin- und Sozialwesens legte Karl Wilhelm wie alle Fürsten seiner Zeit Wert auf Repräsentation. Er hielt sich ein eigenes Hoftheater mit rund 60 Sängerinnen, von denen 24 in kleinen Kammern im Schlossturm wohnten. dpa

Informationen: www.landesmuseum.de/website/Deutsch/Sonderausstellungen/Vorschau/Karl_Wilhelm_1679_-_1738.htm

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote