ArchivMedizin studieren2/2015Public-Health-Austausch der bvmd: Mehr als Klinik

Fachschaften

Public-Health-Austausch der bvmd: Mehr als Klinik

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: privat
Foto: privat

Ghana, Indien, Indonesien, Rumänien und viele Länder mehr: Das Austauschprogramm der bvmd bietet Public-Health-Projekte in allen Teilen der Welt. Medizin Studieren fragte die stellvertretende Bundeskoordinatorin der bvmd für Public Health, Ursula Spengler, nach den Projekten und für wen sie infrage kommen.

Welche Public-Health-Projekte hat die bvmd in ihrem Austauschprogramm?

Anzeige

Spengler: „Public Health“ ist ja ein sehr weiter Begriff. Dementsprechend ist das Angebot für den Austausch weitgefächert. Es gibt ein Ernährungsprogramm für Patienten in einer Klinik in Ruanda, ein Waisenhausprojekt in Rumänien, Präventions- und Aufklärungskampagnen und vieles mehr. Alle Projekte sind auf der Website der bvmd dargestellt. Im Augenblick haben wir 16 Projekte im Programm – auch in den Niederlanden und in Österreich.

Wie ist die Resonanz bei den Studierenden?

Spengler: Sehr gut. Jedes Jahr gehen etwas 100 Medizinstudierende für einen Auslandsaufenthalt raus – und das Interesse wird immer größer.

Wie lange dauert ein solcher Aufenthalt?

Spengler: Viele Studierende lassen sich den Aufenthalt auch als Famulatur anerkennen. Er ist daher normalerweise mindestens vier Wochen lang, gerne auch länger. Manche gehen für drei bis vier Monate in ein Projekt.

Welche Voraussetzungen sollten Studierende mitbringen?

Spengler: Das hängt sehr stark vom einzelnen Projekt ab. Wir haben auf der bvmd-Seite dargestellt, welche Sprach- und sonstigen Kenntnisse jeweils erforderlich sind. Wichtig ist: Einige Projekte sind durchaus für Studierende aus der Vorklinik geeignet.

Wie steht es mit den Kosten?

Spengler: Auch das ist bei den Projekten unterschiedlich. Grundsätzlich gilt aber, dass es an den Kosten nicht scheitern soll und auch nicht scheitert. Unterkunft und Verpflegung bieten viele Projekte kostenfrei. Außerdem können die Studierenden einen Fahrtkostenzuschuss beantragen. Bleibt noch der Verwaltungsbeitrag für die bvmd. Der liegt bei 80 Euro und wird zum Teil zurückerstattet, wenn der Studierende nach dem Aufenthalt einen Bericht schreibt.

Wie bewirbt man sich?

Spengler: Indem man ein Motivationsschreiben und andere Unterlagen, zum Beispiel ein Sprachzeugnis, bei uns einreicht. Der nächste Bewerbungszeitraum startet Mitte Oktober. Es gibt aber oftmals Restplätze, so dass es auch die Möglichkeit gibt, sich außerhalb des regulären Bewerbungszeitraums zu bewerben.

Wie sind denn die Rückmeldungen?

Spengler: Wer ins Ausland geht, profitiert immens davon. Wir sind sehr überzeugt von unseren Projekten, bislang hat noch niemand seinen Austausch abgebrochen. Wer Interesse hat, sollte am besten die Erfahrungsberichte auf unserer Website lesen.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote