ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2015Nationaler Impfplan: Information, Aufklärung, Freiwilligkeit

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Nationaler Impfplan: Information, Aufklärung, Freiwilligkeit

Hillienhof, Arne

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Höhere Impfraten sollen für eine zügige Elimination von Masern und Röteln sorgen. Foto: dpa
Höhere Impfraten sollen für eine zügige Elimination von Masern und Röteln sorgen. Foto: dpa

Eine zügige Elimination der Masern und Röteln sieht der Nationale Aktionsplan 2015–2020 vor, der Mitte Juni auf der 4. Nationalen Impfkonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Deutlich höhere Impfraten und eine bessere Information der Bevölkerung sollen die Basis dafür schaffen. Der Bundestag hatte am 18. Juni für das Präventionsgesetz gestimmt, das unter anderem mehr Impfschutz vorsieht.

Der Masernausbruch in Berlin habe deutlich gemacht, dass es noch große Impflücken gebe, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder, die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Sie sollen durch einen Maßnahmenmix geschlossen werden, mit dem man auf Information, Aufklärung und Freiwilligkeit setzt. „Bevor eine Impfpflicht erwogen wird, müssen alle anderen Maßnahmen zum Erreichen der angestrebten Impfquoten ergriffen werden,“ so Bätzing-Lichtenthäler.

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Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hatte erklärt, Aufklärung und Berichterstattung über Risiken von Masern und Röteln sowie die geringen Impfrisiken könnten die Impfbereitschaft erhöhen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung bietet zum Thema Impfen eine Vielzahl von Informationsmaterialien an. hil

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