ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2015Expertenhearing: Mehr Forschung zu sexuellem Kindesmissbrauch

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Expertenhearing: Mehr Forschung zu sexuellem Kindesmissbrauch

Bühring, Petra

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Randphänomen – als solches wurde sexueller Kindesmissbrauch lange Zeit betrachtet, meint der Bundesbeauftragte Rörig. Foto: dpa
Randphänomen – als solches wurde sexueller Kindesmissbrauch lange Zeit betrachtet, meint der Bundesbeauftragte Rörig. Foto: dpa

Um Prävention und Intervention nachhaltig zu verbessern, müsse die Forschung zu sexuellem Missbrauch besser im wissenschaftlichen Mainstream verortet werden. Das erfordere auch, vermehrt fächerübergreifend zu arbeiten, forderte Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, anlässlich eines Hearings zur Forschung zu sexueller Gewalt am 18. Juni in Berlin. Vor allem müsse die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis verbessert werden. Nur so könne man sicherstellen, dass zu den richtigen Themen geforscht werde und die Antworten auch in der Praxis ankämen.

Auch der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Missbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, kritisierte, dass sexueller Missbrauch in Wissenschaft und Forschung allenfalls ein Nischenthema darstelle. Dessen enorme Dimension müsse sich aber in den Forschungsanstrengungen widerspiegeln. Das Bundesforschungsministerium hat dafür 35 Millionen Euro bereitgestellt. pb

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