ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2015Kasuistik: Keine unterlassene Hilfeleistung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass im Falle eines akuten thrombembolischen Verschlusses der Arteria basilaris nach aktueller Studienlage die neuroradiologisch-interventionelle Thrombektomie mit und ohne vorgeschalteter i.v.-Lyse zur Vermeidung der Folgen einer vollständigen Minderperfusion der vom hinteren Hirnkreislauf versorgten Hirnareale das Mittel der Wahl ist.

Die in den Leserbriefen formulierten Feststellungen, dass im dargestellten Einzelfall der Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung durch die behandelnden Kollegen gegeben sei, dass man sich hätte bemühen müssen, eine vormundschaftsgerichtliche Außerkraftsetzung der vorliegenden Patientenverfügung kurzfristig zu erwirken und dass man gegebenenfalls die Behandlung gegen den Willen des Betreuers hätte durchführen müssen, sind im öffentlichen berufspolitischen Diskurs nicht hilfreich und werden von mir nicht geteilt.

Prof. Dr. med. habil. Bernd Haubitz, Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Medizinische Hochschule Hannover, 30625 Hannover

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Stellenangebote