ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2015ZI-Praxis-Panel: Steigende Kosten belasten Arztpraxen

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ZI-Praxis-Panel: Steigende Kosten belasten Arztpraxen

Hillienhof, Arne

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Die Betriebskosten von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten stiegen von 2009 bis 2011 um fünf Prozent. Die Praxisinhaber erwirtschaften wegen stagnierender Jahresüberschüsse weiterhin weniger als die als Vergleich dienenden Oberärzte in Krankenhäusern. Das zeigt der Jahresbericht des ZI-Praxis-Panels (ZiPP, www.zi-pp.de).

5 000 Praxen lieferten Daten über ihre Einnahmen und Kostenstrukturen für den aktuellen Jahresbericht des ZI. Foto: dpa
5 000 Praxen lieferten Daten über ihre Einnahmen und Kostenstrukturen für den aktuellen Jahresbericht des ZI. Foto: dpa

Die Wissenschaftler des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) haben dafür Angaben zu Kosten, Einnahmen und Überschüssen von fast 5 000 Praxen für die Jahre 2009 bis 2011 ausgewertet. Angesichts der Ergebnisse sei nicht überraschend, dass Investitionen in den Praxen eher zurückhaltend getätigt würden, sagte ZI-Geschäftsführer Dr. rer. pol. Dominik von Stillfried. Die Wirtschaftslage habe sich bis heute nicht ausreichend verbessert. Die Entwicklung der einzelnen Kostenarten verlief im Berichtszeitraum unterschiedlich: So sind die Aufwendungen für Personal (+8,4 Prozent), Material und Labor (+8 Prozent) sowie Versicherungen, Beiträge und Gebühren (+7 Prozent) stark gestiegen. Die Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung, Abschreibungen, Leasing und Mieten für Geräte sowie Fremdkapitalzinsen entwickelten sich hingegen rückläufig.

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Der Bericht zeigt auch: 88 Prozent der Behandlungen trägt die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung. Auf die private Kran­ken­ver­siche­rung und Selbstzahler entfallen zehn Prozent. 1,3 Prozent der Behandlungskosten trägt die Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung. hil

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