ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2015Psychiatrie: Fehlanreiz sofort beheben
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Autoren beklagen – trotz einer „im europäischen Vergleich hohen Zahl“ von Psychiatern – lange Wartezeiten für den fachärztlichen Behandlungstermin. Sie sprechen richtigerweise die „deutlichen finanziellen Fehlanreize“ an, wenn einer psychiatrischen Vergütung von „circa 50 Euro pro Patient und Quartal“ ein Psychotherapiehonorar von 80 Euro für eine einzige Sitzung gegenübersteht. Wer will es dem Psychiater übel nehmen, wenn er zu seiner Existenzsicherung den Schwerpunkt auf psychotherapeutische Leistungen legt?

Unverständlich bleibt, warum ein solcher „Fehlanreiz“ – wie in dem Artikel behauptet – nur „langfristig“ (!) korrigierbar sei.

Warum honoriert man nicht schlicht die psychiatrische Gesprächsleistung in gleicher Höhe wie die psychotherapeutische? Der „Fehlanreiz“ wäre sofort behoben, und ein Nebeneffekt dieser Maßnahme wäre endlich eine wirkliche Entbürokratisierung, da die Ärztinnen und Ärzte für Psychiatrie auf das umständliche Antragsverfahren für Psychotherapie verzichten könnten.

Anzeige

Dr. med. Dr. phil. Reinhard Platzek, 63741 Aschaffenburg

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Stellenangebote