ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2015ZI-Versorgungsbericht: Unsägliches Budget
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Der Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) möchte also nun zur Verbesserung der Patientenversorgung bis zu 25 000 Arztpraxen abbauen. Auch will er dem Kassenarztsystem Geld entziehen, indem ambulante Krankenhausbehandlungen zulasten des Honorartopfes der Kassenärzte vergütet werden sollen, falls der Versicherte nicht zeitig einen Termin in der Kassenarztpraxis bekommt. Wenn aber mehr Patienten auf den einzelnen Arzt entfallen, wird es zwangsläufig zu längeren Wartezeiten kommen und somit auch zu Honorarkürzungen. Das empfinde ich als absolute Geringschätzung unserer Arbeit, ganz besonders vor dem Hintergrund, dass sehr viele Kassenärzte weitaus mehr arbeiten als sie durch die budgetierte Leistung vergütet bekommen. In der Vergangenheit war das von der Union geführte Gesundheitsministerium nicht wirklich gut für den niedergelassenen Arzt. Man denke nur an das von Seehofer eingeführte unsägliche Budget. Da wünscht man sich ja fast Ulla Schmidt zurück. Ich weiß jedenfalls, wo ich bei Bundestagswahlen mit Sicherheit nie wieder ein Kreuz machen werde.

Dr. med. Axel Voss, 22041 Hamburg

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