ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2015Manfred O. Doss: Wesentliche Beiträge zu Stoffwechselstörungen

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Manfred O. Doss: Wesentliche Beiträge zu Stoffwechselstörungen

Dtsch Arztebl 2015; 112(29-30): A-1295 / B-1085 / C-1057

Stölzel, Ulrich; Stauch, Thomas

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Manfred O. Doss. Foto: privat
Manfred O. Doss. Foto: privat

Ein herausragender Wissenschaftler, Prof. Dr. med. Manfred O. Doss, feierte am 2. Juli 2015 seinen 80. Geburtstag. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat sich Doss über einen Zeitraum von fünf Dezennien mit dem Thema spezieller Stoffwechselstörungen, der Porphyrien, befasst und wesentliche Beiträge für die klinische Praxis im Hinblick auf Diagnostik, Therapie und Patientenführung geleistet. 1979 gelang ihm die Entdeckung und pathophysiologische Beschreibung einer bis dahin unbekannten Form der akuten hepatischen Porphyrien, der nach ihm benannten Doss-Porphyrie. Bis heute ist er in der Routinediagnostik ebenso wie als Konsiliarius ein fachlich wie persönlich geschätzter Ansprechpartner. Trotz wissenschaftlicher Akribie hat er „seine“ Patienten und deren Lebensqualität nie aus dem Auge verloren. Das von ihm gegründete Marburger Porphyriezentrum hat er zu einer nationalen wie internationalen Referenzinstitution ausgebaut.

Geboren ist Doss in Zwickau-Planitz. Nach dem Studium der Medizin in Köln bei Ernst Klenk und Wilhelm Stoffel zog es ihn Ende 1963 nach Marburg, wo er auf seine ersten Patienten mit Porphyrie traf. Dem Krankheitsbild widmete er sich auch in mehreren Auslandsaufenthalten unter anderem bei Shigeru Sassa am Rockefeller Institute New York und im Labor von Lennox Eales in Kapstadt. Von 1965 bis 2014 wurden in seinem Kompetenzzentrum für Porphyrie mehr als 4 000 akute und chronische Porphyrien diagnostiziert. Die Arbeit dieses Zentrums wird seit seiner Emeritierung im Jahr 2000 in Karlsruhe fortgeführt. Prof. Dr. med. Ulrich Stölzel,

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Dr. rer. nat. Thomas Stauch

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