ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2015Telemedizin: Keine Einigung über EBM-Ziffern

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Telemedizin: Keine Einigung über EBM-Ziffern

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EBM ohne Telemedizin: Die Entscheidung über eine Aufnahme telemedizinischer Leistungen fällt frühestens Mitte Dezember.
EBM ohne Telemedizin: Die Entscheidung über eine Aufnahme telemedizinischer Leistungen fällt frühestens Mitte Dezember.

Die Aufnahme von telemedizinischen Leistungen in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) verzögert sich erneut. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitgeteilt. Der Erweiterte Bewertungsausschuss, der am 23. Juni über die Aufnahme der Funktionsanalyse eines implantierten Kardioverters beziehungsweise Defibrillators sowie von implantierten Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P und CRT-D) in den EBM entscheiden sollte, konnte sich nicht auf einen Beschluss verständigen. Die KBV warf den Krankenkassen eine Blockadehaltung vor.

Als neuer Verhandlungstermin ist der 31. Oktober angesetzt. Bis dahin sollen KBV und GKV-Spitzenverband eine Vorlage zur Abrechnung und Vergütung erarbeiten, über die der Erweiterte Bewertungsausschuss dann am 15. Dezember entscheiden will.

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„Jetzt steht zumindest ein Beschluss in Aussicht“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Gassen. Damit wäre ein flächendeckender Einstieg in die Telemedizin möglich. Herzpatienten profitierten in mehrfacher Hinsicht davon: Durch engmaschigere Kontrollen würden sie eine höhere Sicherheit und dadurch mehr Lebensqualität gewinnen. Darüber hinaus eigne sich die telemedizinische Kontrolle, um auch in ländlichen Regionen die kontinuierliche Betreuung von Implantatträgern zu gewährleisten.

Die KBV hatte bereits vor Monaten ein Konzept zur Telemedizin in der Kardiologie in die Verhandlungen eingebracht. Die Kassen lehnten dies ab, weil aus ihrer Sicht der Nachweis für einen evidenzbasierten Nutzen fehlt. Ein überarbeiteter Entwurf der KBV sah neben der Kontrolle eines Kardioverters beziehungsweise Defibrillators und eines CRT-P/CRT-D auch die Überwachung von Patienten mit einem Herzschrittmacher zur antibradykarden Therapie via Telemedizin vor. EB

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