ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2015Protonentherapie: Start in Dresden

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Protonentherapie: Start in Dresden

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Die „UniversitätsProtonenTherapieDresden“ (UPTD) am Universitätsklinikum Dresden hat nach dreijähriger Bauzeit Ende 2014 mit ersten Bestrahlungen von Tumorpatienten begonnen. Damit ist die dritte universitäre Protonentherapieanlage Deutschlands und einzige in Ostdeutschland in den regulären Betrieb gegangen.

Ein Patient wird am UPTD nach bereits erfolgter Operation seines Hirntumors mit Protonen bestrahlt. Foto: UPTD
Ein Patient wird am UPTD nach bereits erfolgter Operation seines Hirntumors mit Protonen bestrahlt. Foto: UPTD

Die maximale Kapazität der Protonentherapieanlage ist auf 400 bis 500 Patienten pro Jahr ausgelegt. Diese Anzahl ist jedoch in der Startphase noch nicht realisierbar; die Kapazitäten werden erst langsam hochgefahren. Zudem besteht die Option, die Anlage um einen weiteren Behandlungsplatz zu erweitern.

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Zunächst werden am UPTD vor allem Tumoren im Hirn, an der Schädelbasis, des hinteren Bauchraums, des Beckens sowie Tumoren bei Kindern und Tumoren in vorbestrahltem Gewebe behandelt. Ausschlaggebend ist dabei vor allem die Lage der Krebstumoren zu lebenswichtigen Strukturen – etwa dem Rückenmark oder wichtigen Nerven. Die Tumoren müssen sich zudem in einem Stadium befinden, in dem eine Heilung noch möglich ist.

Darüber hinaus müssen die Patienten darin einwilligen, an einer kontrollierten medizinischen Beobachtungsstudie teilzunehmen. „Dabei arbeitet das UPTD mit Heidelberg und weltweiten Forschungseinrichtungen zusammen – entweder im Rahmen gemeinsamer Studien oder durch den Austausch von Daten“, sagte Prof. Dr. med. Michael Baumann, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, der UPTD und des OncoRay-Zentrums. Durch die enge Kooperation von Klinikum und Medizinischer Fakultät sowie dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf soll die Technologie permanent verbessert werden. Als erste Krankenkasse übernimmt die AOK PLUS die Kosten für die Therapie. EB

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