ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2015Debatte zu Suizidbeihilfe: Diakonie verweist auf „blinde Flecken“

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Debatte zu Suizidbeihilfe: Diakonie verweist auf „blinde Flecken“

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Diakonie Deutschland und die Evangelischen Akademien wollen „blinde Flecken“ in der Sterbehilfedebatte aufzeigen. Der Fokus ihrer aktuellen Publikation liegt auf den Menschen, deren Anliegen und Bedürfnisse nach ihrer Ansicht bisher zu wenig berücksichtigt werden: „Sehr alte pflegebedürftige Menschen, Menschen mit einer Behinderung oder Demenz können meist nicht autonom über ihr Lebensende entscheiden. Aber gerade diese Menschen dürfen wir bei der Debatte nicht vergessen“, betonte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie Ende Juni in Berlin. Er ist Mitherausgeber der Publikation „Würde, Selbstbestimmung, Sorgekultur. Blinde Flecken in der Sterbehilfedebatte“, in der Politiker, Juristen, Theologen und Ärzte Fragen nach dem ärztlichen Selbstverständnis und der Veränderung ethischer Normen nachgehen und einen Überblick über die internationale Rechtslage geben.

Der Angst vor einem qualvollen Tod will die Diakonie durch eine Verbesserung der palliativen Versorgung entgegentreten. Foto: dpa
Der Angst vor einem qualvollen Tod will die Diakonie durch eine Verbesserung der palliativen Versorgung entgegentreten. Foto: dpa

Die Menschen hätten vor allem Angst vor einem langen, qualvollen Sterben, sagte Lilie. „Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Mensch sicher sein kann, in der Sterbephase gut versorgt zu werden.“ Die Diakonie setze sich deshalb für eine bessere palliative Versorgung insbesondere in Pflegeheimen ein. ER

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