ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2015Beschluss des Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 1 Satz 1 SGB V in seiner 355. Sitzung am 23. Juni 2015 zu Vorgaben zur Bereinigung des Behandlungsbedarfs aufgrund ambulanter spezialfachärztlicher Versorgung gemäß § 116b Abs. 6 Satz 13 ff. SGB V in Verbindung mit § 87a Abs. 5 Satz 7 SGB V für die Indikation Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Beschluss des Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 1 Satz 1 SGB V in seiner 355. Sitzung am 23. Juni 2015 zu Vorgaben zur Bereinigung des Behandlungsbedarfs aufgrund ambulanter spezialfachärztlicher Versorgung gemäß § 116b Abs. 6 Satz 13 ff. SGB V in Verbindung mit § 87a Abs. 5 Satz 7 SGB V für die Indikation Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle

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mit Wirkung zum 23. Juni 2015

Präambel

Gemäß § 116b Abs. 6 Satz 13 ff. SGB V in Verbindung mit § 87a Abs. 5 Satz 7 SGB V beschließt der Bewertungsausschuss Vorgaben zur Bereinigung des Behandlungsbedarfs aufgrund ambulanter spezialfachärztlicher Versorgung (ASV). Hierzu hat der Bewertungsausschuss in seiner 335. Sitzung am 24. September 2014 allgemeine Verfahrensvorgaben zur Bereinigung des Behandlungsbedarfs aufgrund ambulanter spezialfachärztlicher Versorgung sowie die Beauftragung des Instituts des Bewertungsausschusses mit der Ermittlung durchschnittlicher indikationsspezifischer und KV-spezifischer historischer Leistungsmengen je Patient beschlossen. Mit Beschluss in seiner 356. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) hat der Bewertungsausschuss die entsprechenden Berechnungsvorgaben für das Institut des Bewertungsausschusses für die Indikation Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle konkretisiert und das Institut des Bewertungsausschusses mit der Durchführung von Berechnungen auf der Grundlage dieser indikationsspezifischen Vorgaben beauftragt.

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Das Institut des Bewertungsausschusses hat auf Basis der Vorgaben des Bewertungsausschusses Berechnungen durchgeführt und das Ergebnis dem Bewertungsausschuss vorgelegt.

1. Durchschnittliche indikationsspezifische historische Leistungsmenge je Patient

Auf der Grundlage der Berechnungen des Instituts des Bewertungsausschusses gibt der Bewertungsausschuss unter Abwägung der Plausibilität der einzelnen berechneten Varianten hiermit die durchschnittliche indikationsspezifische historische Leistungsmenge je Patient für die Indikation Gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle je Bezirk einer Kassenärztlichen Vereinigung verbindlich vor:

– Für den KV-Bezirk Schleswig-Holstein in Höhe von 291 €

– Für den KV-Bezirk Hamburg in Höhe von 283 €

– Für den KV-Bezirk Bremen in Höhe von 298 €

– Für den KV-Bezirk Niedersachsen in Höhe von 367 €

– Für den KV-Bezirk Westfalen-Lippe in Höhe von 279 €

– Für den KV-Bezirk Nordrhein in Höhe von 391 €

– Für den KV-Bezirk Hessen in Höhe von 280 €

– Für den KV-Bezirk Rheinland-Pfalz in Höhe von 282 €

– Für den KV-Bezirk Baden-Württemberg in Höhe von 281 €

– Für den KV-Bezirk Bayerns in Höhe von 288 €

– Für den KV-Bezirk Berlin in Höhe von 267 €

– Für den KV-Bezirk Saarland in Höhe von 252 €

– Für den KV-Bezirk Mecklenburg-
Vorpommern in Höhe von 303 €

– Für den KV-Bezirk Brandenburg in Höhe von 265 €

– Für den KV-Bezirk Sachsen-Anhalt in Höhe von 312 €

– Für den KV-Bezirk Thüringen in Höhe von 281 €

– Für den KV-Bezirk Sachsen in Höhe von 340 €

2. Umrechnungsfaktor von § 116b (alt) SGB V zu § 116b (neu) SGB V-Patienten

Auf der Grundlage der Berechnungen des Instituts des Bewertungsausschusses gibt der Bewertungsausschuss den Umrechnungsfaktor von § 116b (alt) SGB V zu § 116b (neu) SGB V-Patienten in Höhe von 0,43 verbindlich vor.

3. Faktor zur Vermeidung einer Mehrfachzählung der Versicherten aufgrund ICD-Kodes die mehrere Erkrankungen konkretisieren

Der Bewertungsausschuss gibt den gemäß Abschnitt 10 des Beschlusses des Bewertungsausschusses in seiner 356. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) zu verwendenden Faktor zur Vermeidung einer Mehrfachzählung der Versicherten aufgrund ICD-Kodes, die mehr als eine Erkrankung konkretisieren, in Höhe von 0,75 verbindlich vor.

Vorbehalt:

Die Bekanntmachung erfolgt gemäß § 87 Abs. 6 SGB V unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

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