ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2015Todesfälle nach Cholezystektomien und Herniotomien

MEDIZIN: Originalarbeit

Todesfälle nach Cholezystektomien und Herniotomien

Analyse der deutschlandweiten Krankenhausabrechnungsdaten 2009 bis 2013

Deaths following cholecystectomy and herniotomy—an analysis of nationwide German hospital discharge data from 2009 to 2013

Nimptsch, Ulrike; Mansky, Thomas

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Hintergrund: Im Jahr 2010 erfolgten stationär in Deutschland rund 158 000 Cholezystektomien und 207 000 Herniotomien ohne Darmoperation. Todesfälle, die im Zusammenhang mit diesen meist planbaren Routineeingriffen auftreten, werden als seltene Ereignisse wahrgenommen. Es wurde untersucht, inwieweit die Todesfälle mit vorher erkennbaren Risikofaktoren in Zusammenhang stehen und welche Komplikationen in diesen Fällen dokumentiert sind.

Methode: Anhand der deutschlandweiten Krankenhausabrechnungsdaten (DRG-Statistik) der Jahre 2009–2013 werden Merkmale von Patienten analysiert, die im Zusammenhang mit einer Cholezystektomie bei Cholelithiasis oder einer Herniotomie bei Leisten-, Schenkel-, Nabel- oder Bauchwandhernie im Krankenhaus starben. Diese Daten werden mit denen der überlebenden Patienten verglichen und der Einfluss der kodierten Begleiterkrankungen auf das Sterberisiko untersucht.

Ergebnisse: Von 2009–2013 starben in Deutschland 2 957 Patienten bei 731 000 Cholezystektomien (Krankenhaussterblichkeit 0,4 %) und 1 316
Patienten bei 1 023 000 Herniotomien ohne Darmoperation (0,13 %). Diese Patienten waren im Vergleich zu den Überlebenden deutlich älter und hatten häufiger Begleiterkrankungen. Assoziiert mit dem Sterberisiko waren ein Alter ab 65 Jahre sowie Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz, chronische Erkrankungen von Lunge oder Leber oder ein reduzierter Ernährungszustand. Komplikationen sind bei Verstorbenen deutlich häufiger kodiert als bei Überlebenden.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse lassen Optimierungspotenzial in Bezug auf die präoperative Risikoidentifizierung, die Vermeidung beziehungsweise frühzeitige Erkennung und Behandlung von Komplikationen sowie die sichere Durchführung des operativen Eingriffs vermuten. Maßnahmen zur Senkung der Sterblichkeit bei Herniotomien und Cholezystektomien würden das individuelle Risiko der Patienten mindern und die Patientensicherheit verbessern.

LNSLNS

Gallenblasenentfernungen (Cholezystektomien) und Operationen von Leisten-, Schenkel-, Nabel- oder Bauchwandbrüchen (Herniotomien) sind häufige Eingriffe. In einer vorangegangenen Analyse wurden für das Jahr 2010 in Deutschland rund 158 000 stationäre Cholezystektomien und 207 000 Herniotomien ohne gleichzeitige Darmoperation gezählt. Der Median der jährlichen Krankenhausfallzahl betrug 130 bei Cholezystektomien und 156 bei Herniotomien (1).

Todesfälle, die im Zusammenhang mit diesen überwiegend planbaren Routineeingriffen auftreten, werden als seltene Ereignisse wahrgenommen. In Deutschland lag das Risiko im Zusammenhang mit einer Cholezystektomie im Krankenhaus zu sterben im Jahr 2010 bei 0,49 % (entspricht einem Todesfall auf 204 Eingriffe). Bei Herniotomien lag die Krankenhaussterblichkeit bei 0,13 % (entspricht einem Todesfall auf 759 Eingriffe) (1). In einem durchschnittlichen Krankenhaus tritt ein Cholezystektomie-Todesfall statistisch gesehen also alle 19 Monate auf, ein Herniotomie-Todesfall sogar nur alle fünf Jahre. Systematische Zusammenhänge sind deshalb im klinischen Alltag schwer zu erkennen.

Erkenntnisse aus Peer-Reviews zur Qualitätsverbesserung, in denen Todesfälle bei Cholezystektomien und Herniotomien analysiert wurden, deuten auf Verbesserungspotenziale in der Indikationsstellung und dem peri- und postoperativen Management hin (2, 3). Insbesondere Patienten, die aufgrund von Begleiterkrankungen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben, sollten im Vorfeld eines Eingriffes als Hochrisikopatienten identifiziert und entsprechend versorgt werden (2).

Die deutschlandweiten Krankenhausabrechnungsdaten bieten aufgrund ihrer Vollständigkeit die Möglichkeit, auch seltene Ereignisse zu analysieren. Auf der Grundlage dieser Daten untersucht diese Arbeit Merkmale von Patienten, die im Zusammenhang mit einer Cholezystektomie oder Herniotomie im Krankenhaus starben im Vergleich zu den überlebenden Patienten.

Des Weiteren wird der Einfluss von dokumentierten Begleiterkrankungen auf das Sterberisiko analysiert und Komplikationen und spezifische Interventionen im Behandlungsverlauf betrachtet.

Methode

Daten

Die Einzelfalldaten der fallpauschalenbezogenen Krankenhausstatistik (DRG-Statistik) wurden über das Forschungsdatenzentrum des Statistisches Bundesamtes im Wege der kontrollierten Datenfernverarbeitung ausgewertet (4). Die DRG-Statistik enthält die Datensätze aller akutstationären Krankenhausfälle, die nach dem DRG-System abgerechnet wurden. Enthalten sind für jeden Behandlungsfall unter anderem Angaben zu Alter und Geschlecht, Diagnosen (kodiert nach der ICD-10-GM International Classification of Diseases, 10th Revision, German Modification) und Prozeduren (kodiert nach dem Operationen- und Prozedurenschlüssel OPS), Beatmungszeiten und Entlassungsgrund.

Um eine für die statistische Aussagekraft ausreichende Anzahl von Todesfällen zu analysieren wurden die Daten der Jahre 2009–2013 einbezogen und kumuliert ausgewertet.

Falldefinition

Analyseeinheiten sind stationäre Krankenhausfälle, in denen der Patient mit einer Cholezystektomie oder Herniotomie versorgt wurde. Die einbezogenen Cholezystektomien beinhalten Gallenblasenentfernungen aufgrund von Gallensteinleiden (Cholelithiasis) unter Ausschluss von bösartigen Neubildungen und erweiterten oder simultan zu anderen Eingriffen durchgeführten Cholezystektomien. Als Herniotomien werden Eingriffe aufgrund von Leisten-, Schenkel-, Nabel- oder Bauchwandbrüchen gezählt, wobei Fälle mit zusätzlicher Darmoperation ausgeschlossen sind (eTabelle 1). Die Analysen beschränken sich auf Patienten mit einem Alter ab 20 Jahren.

Patientenmerkmale nach Jahren
Tabelle 1
Patientenmerkmale nach Jahren
Falldefinition*
eTabelle 1
Falldefinition*

Begleiterkrankungen, Komplikationen und spezifische
Interventionen

Als Begleiterkrankungen werden Zustände gewertet, die wahrscheinlich schon vor dem stationären Aufenthalt bestanden haben (zum Beispiel Herzinsuffizienz, chronische Lungenerkrankung) und mögliche Risikofaktoren für das Versterben im Krankenhaus darstellen (59). Als Komplikationen gelten Ereignisse, die in der ICD als Komplikation klassifiziert sind (zum Beispiel chirurgische Komplikationen wie versehentliche Perforation oder Nahtinsuffizienz) sowie schwere Erkrankungen, die eine Kontraindikation für die untersuchten Eingriffe darstellen würden (zum Beispiel Lungenembolie, akutes Nierenversagen) und somit wahrscheinlich erst im Behandlungsverlauf aufgetreten sind. Begleiterkrankungen und Komplikationen wurden über die kodierten Diagnosen identifiziert (eTabelle 2).

Variablendefinition
eTabelle 2
Variablendefinition
Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Patientenmerkmalen
eTabelle 3
Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Patientenmerkmalen

Zusätzlich werden spezifische Interventionen betrachtet, die auf einen komplizierten Verlauf hinweisen. Dies sind zum Beispiel Bluttransfusionen von mehr als sechs Transfusionseinheiten oder Relaparatomien, die über kodierte Prozeduren identifiziert wurden (eTabelle 2). Anhand der dokumentierten Beatmungszeiten wurden zudem Behandlungsfälle mit maschineller Beatmung länger als 24 Stunden bestimmt.

Analyse

Patientenmerkmale, Begleiterkrankungen, Komplikationen und Interventionen werden nach dem Überlebensstatus stratifiziert dargestellt. Zur Analyse des Einflusses von Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen auf das Sterberisiko im Krankenhaus wurden Odds Ratios ermittelt, die das Sterberisiko bei Vorhandensein eines Merkmals (zum Beispiel einer Begleiterkrankung) im Verhältnis zum Sterberisiko ohne Vorhandensein dieses Merkmals schätzen. Neben rohen Odds Ratios werden nach Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen adjustierte Odds Ratios dargestellt, die anhand logistischer Regressionsverfahren unter Anwendung verallgemeinerter Schätzgleichungen (10) berechnet wurden. Die adjustierten Odds Ratios quantifizieren die Risikoveränderung unabhängig vom Einfluss der anderen Faktoren in der Regressionsgleichung. Die statistische Signifikanz der Odds Ratios wurde mit 95-%-Konfidenzintervallen bewertet. Die Diskriminationsfähigkeit der Regressionsmodelle wurde anhand der c-Statistik, deren Wert der Fläche unter der ROC-(„Receiver Operating Characteristic“-)Kurve entspricht, geprüft (11, 12). Hierbei wird verglichen, inwieweit die vorhergesagte Sterbewahrscheinlichkeit mit dem tatsächlichen Eintreten des Ereignisses übereinstimmt. Die c-Statistik kann Werte zwischen 0,5 (keine Diskrimination) und 1,0 (perfekte Diskrimination) annehmen. Alle Berechnungen wurden mit SAS Version 9.3 vorgenommen.

Ergebnisse

Patientenmerkmale

Im Betrachtungszeitraum wurden rund 731 000 Fälle mit Cholezystektomie aufgrund von Cholelithiasis und 1 023 000 Fälle mit Herniotomie ohne gleichzeitige Darmoperation identifiziert. Die Krankenhaussterblichkeit bei Cholezystektomie war im Zeitraum von 2009–2013 mit 0,4 % konstant. Bei Herniotomien lag die Krankenhaussterblichkeit in den Jahren 2009–2011 bei 0,14 %, im Jahr 2012 bei 0,11 % und 2013 bei 0,13 %. Insgesamt traten im Untersuchungszeitraum bei Cholezystektomien 2 957, bei Herniotomien 1 316 Todesfälle auf (Tabelle 1).

Die stratifizierte Betrachtung von Merkmalen der überlebenden und verstorbenen Patienten zeigt bei beiden Eingriffen, dass die Verstorbenen im Vergleich zu den Überlebenden erwartungsgemäß deutlich älter waren. Bei Cholezystektomien war der Anteil der Frauen unter den Verstorbenen etwas geringer, bei Herniotomien etwas höher als unter den Überlebenden. Nahezu alle analysierten Begleiterkrankungen waren bei Verstorbenen häufiger dokumentiert, als bei überlebenden Patienten. Bei 99 % der Cholezystektomie-Todesfälle und bei 91 % der Herniotomie-Todesfälle war mindestens eine der untersuchten Begleiterkrankungen kodiert. Die mittlere Verweildauer war bei verstorbenen Patienten jeweils deutlich verlängert (Tabelle 2).

Patientenmerkmale nach Überlebensstatus
Tabelle 2
Patientenmerkmale nach Überlebensstatus

Einflussfaktoren für das Sterberisiko bei Cholezystektomie

Bei Cholezystektomien ist ein Alter ab 65 Jahren in der rohen Betrachtung mit einem 27-fach erhöhten Sterberisiko im Vergleich zu jüngeren Patienten verbunden. Nach Adjustierung für Geschlecht und Begleiterkrankungen verbleibt für Patienten ab 65 Jahren ein Sterberisiko, das unabhängig von weiteren Faktoren 10-mal so hoch ist wie das jüngerer Patienten. Weibliches Geschlecht erscheint in der rohen Betrachtung mit einem geringeren Sterberisiko assoziiert, nach Adjustierung ist jedoch kein Zusammenhang mehr festzustellen (Tabelle 3).

Rohe und adjustierte Odds Ratios für das Versterben im Krankenhaus
Tabelle 3
Rohe und adjustierte Odds Ratios für das Versterben im Krankenhaus

Die rohen Odds Ratios aller analysierten Begleiterkrankungen, mit Ausnahme der Adipositas, weisen auf ein erhöhtes Sterberisiko bei der jeweiligen Erkrankung hin. Nach Adjustierung verbleibt für die Mehrzahl der Begleiterkrankungen eine von den anderen Faktoren unabhängige Risikoerhöhung. Die stärkste Assoziation zeigt sich bei Patienten mit Herzinsuffizienz oder dilatativer Kardiomyopathie, die ein 3,6-fach höheres Sterberisiko haben als Patienten, bei denen eine solche Erkrankung nicht kodiert ist. Patienten mit Mangelernährung oder Gerinnungsstörungen haben ein jeweils 3,5-fach erhöhtes Risiko. Entzündliche Zustände im Operationsgebiet (Cholangitis, akute Cholezystitis oder biliäre Pankreatitis) sind mit einem 3,2-fach erhöhten Sterberisiko assoziiert. Bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung, chronischer Pankreatitis oder chronischer Niereninsuffizienz ist das Sterberisiko jeweils mehr als doppelt so hoch als bei Patienten ohne die jeweilige Begleiterkrankung. Weitere Begleiterkrankungen, die in der adjustierten Betrachtung mit einem signifikant erhöhten Sterberisiko assoziiert sind, sind Herzrhythmusstörungen, chronische ischämische Herzkrankheit, Atherosklerose, chronische Lungenerkrankung, Diabetes mellitusund peritoneale Adhäsionen. Bezogen auf die Adipositas zeigt sich sowohl in der rohen als auch in der adjustierten Analyse ein sogenannter protektiver Effekt. Das bedeutet, dass Cholezystektomiepatienten, bei denen Adipositas als Nebendiagnose kodiert ist, ein vermindertes Risiko für das Sterben im Krankenhaus haben. Auch für Patienten mit Hypertonie zeigt sich nach Adjustierung ein geringeres Sterberisiko im Vergleich zu Patienten, bei denen diese Begleiterkrankung nicht kodiert ist. Aorten- oder Mitralklappenvitien sowie schwere Nierenerkrankung zeigen nach Adjustierung keinen signifikanten Einfluss auf das Sterberisiko (Tabelle 3).

Der c-Wert des Regressionsmodells betrug 0,925. Dies bedeutet, dass das Modell eine hohe Diskriminationsfähigkeit aufweist und verstorbene und überlebende Patienten anhand der einbezogenen Variablen sehr gut unterscheiden kann.

Einflussfaktoren für das Sterberisiko bei Herniotomie

Bei Herniotomiepatienten ist ein Alter ab 65 Jahren nach Adjustierung mit einem mehr als 5-fach erhöhten Sterberisiko assoziiert. Frauen haben sowohl in der rohen als auch in der adjustierten Betrachtung ein mehr als doppelt so hohes Risiko im Krankenhaus zu sterben als Männer (Tabelle 3).

In der rohen Betrachtung erscheinen alle Begleiterkrankungen mit einem erhöhten Sterberisiko assoziiert. Nach Adjustierung verbleiben für mehrere Begleiterkrankungen stark erhöhte Risiken: Das Sterberisiko mangelernährter Patienten ist 8-mal höher als das von Patienten, bei denen keine Mangelernährung kodiert ist. Das Vorhandensein chronischer Lebererkrankungen geht mit knapp 6-fach erhöhtem Risiko einher. Eine mehr als 4-fache Risikoerhöhung ist mit Gerinnungsstörungen, bösartigen Neubildungen sowie mit Herzinsuffizienz verbunden. Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz ist das Sterberisiko 2,7-fach erhöht. Weitere signifikante Risikoerhöhungen zeigen sich bei Patienten mit Herzrhythmusstörung, Atherosklerose, chronischer Lungenerkrankung und Diabetes mellitus.

Die Risikoerhöhung bei einer chronischen Pankreatitis ist in der adjustierten Betrachtung nicht mehr signifikant. Für chronische ischämische Herzkrankheit, Aorten- oder Mitralklappenvitien, schwere Nierenerkrankung und Adipositas wurde kein Einfluss auf das Sterberisiko festgestellt. Die Nebendiagnose Hypertonie ist nach Adjustierung mit einem verminderten Sterberisiko assoziiert (Tabelle 3).

Mit einem c-Wert von 0,847 weist das Regressionsmodell eine sehr gute Diskriminationsfähigkeit auf.

Komplikationen und spezifische Interventionen

Alle betrachteten Komplikationen waren bei verstorbenen Patienten häufiger kodiert als bei Überlebenden. Bei 37 % der verstorbenen Cholezystektomiepatienten und 17 % der verstorbenen Herniotomiepatienten war eine Sepsis dokumentiert. Weitere häufige Komplikationen waren akutes Nierenversagen (37 % beziehungsweise 29 %), Pneumonie (29 % beziehungsweise 27 %), kardiogener Schock (17 % beziehungsweise 21 %), anderer Schock (11 % beziehungsweise 9 %) und kardio- oder zerebrovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall (9 % beziehungsweise 11 %). Chirurgische Komplikationen (zum Beispiel Blutung, versehentliche Perforation oder Nahtinsuffizienz) wurden bei 19 % der Cholezystektomie-Todesfälle und bei 13 % der Herniotomie-Todesfälle dokumentiert. Insgesamt war bei 83 % der Cholezystektomie-Todesfälle und 78 % der Herniotomie-Todesfälle mindestens eine der untersuchten Komplikationen kodiert (Tabelle 4).

Komplikationen und spezifische Interventionen nach Überlebensstatus
Tabelle 4
Komplikationen und spezifische Interventionen nach Überlebensstatus

Die Grafik stellt die rohen Sterblichkeiten bei Komplikationen dar. Hier zeigt sich, dass nahezu alle analysierten Komplikationen mit einer deutlich verschlechterten Prognose für das Überleben einhergehen. Sterblichkeiten von jeweils mehr als 10 % fanden sich bei Patienten mit thrombotischen, kardio- oder zerebrovaskulären oder schweren kardialen Ereignissen, akutem Nierenversagen, Pneumonie, Sepsis, Gerinnungskomplikationen oder Peritonitis.

Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Komplikationen
Grafik
Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Komplikationen

Die analysierten Interventionen waren ebenfalls deutlich häufiger bei Verstorbenen als bei Überlebenden dokumentiert: Eine intensivmedizinische Behandlung fand sich bei mehr als der Hälfte der verstorbenen Cholezystektomiepatienten und 37 % der verstorbenen Herniotomiepatienten. 44 % der Verstorbenen bei Cholezystektomie und 26 % der Verstorbenen bei Herniotomie wurden länger als 24 Stunden beatmet. Bluttransfusionen von mehr als sechs Transfusionseinheiten, die indirekt auf Blutungskomplikationen hindeuten, wurden 18 % der verstorbenen Cholezystektomiepatienten und 10 % der verstorbenen Herniotomiepatienten verabreicht. Eine Relaparatomie oder Reoperation wurde bei 11 % der Cholezystektomie-Todesfälle und bei 5 % der Herniotomie-Todesfälle kodiert. 18 % der verstorbenen Cholezystektomiepatienten sowie 23 % der verstorbenen Herniotomiepatienten wurden reanimiert.

Eine Obduktion wurde in 0,4 % der Cholezystektomie-Todesfälle und 0,5 % der Herniotomie-Todesfälle dokumentiert (Tabelle 4).

Diskussion

Aufgrund der deutschlandweiten Datenbasis, die für diese Arbeit herangezogen wurde, konnten trotz der Seltenheit der Ereignisse mehr als 4 000 Todesfälle im Vergleich zu 1,75 Millionen überlebenden Patienten analysiert werden. Diese große Fallzahl ermöglichte es, gemeinsame Merkmale verstorbener Patienten darzustellen und den Einfluss kodierter Begleiterkrankungen auf das Sterberisiko zu untersuchen.

In dieser Arbeit stützt sich die Messung der Begleiterkrankungen allein auf die Dokumentation der entsprechenden Diagnosen in den Falldaten. Da die Kodierung einer Begleiterkrankung impliziert, dass diese im Verlauf der klinischen Behandlung bekannt war, lassen sich Optimierungspotenziale durch ein risikoadaptiertes Vorgehen in der Indikationsstellung, der Operationsvorbereitung und der peri- und postoperativen Versorgung vermuten.

Die Mehrzahl der Begleiterkrankungen, die in dieser Arbeit betrachtet wurden, waren mit einer signifikanten Erhöhung des Sterberisikos assoziiert. In der Literatur ist der Einfluss von zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Erkrankungen von Lunge, Leber oder Niere, oder eines reduzierten Ernährungszustandes auf das Komplikations- oder Sterblichkeitsrisiko bei chirurgischen beziehungsweise viszeralchirurgischen Eingriffen gut belegt (79). Die Identifizierung solcher Risiken ist deshalb das zentrale Element der präoperativen Vorbereitung (13). Eine exakte Anamnese mit körperlicher Untersuchung gilt als Grundlage, um nicht erkannte oder nicht suffizient therapierte Erkrankungen mit Einfluss auf das perioperative Risiko zu erfassen (14, 15). Soweit es sich dabei um veränderbare Faktoren handelt und die Dringlichkeit des Eingriffes dies zulässt, kann eine präoperative Optimierung das Risiko für Komplikationen verringern. Dies betrifft beispielsweise die Ernährungstherapie von mangelernährten Patienten (16, 17) oder die Behandlungsoptimierung einer Herzinsuffizienz (18).

Die Analyse der Komplikationen und Interventionen deutet auch auf mögliche Optimierungspotenziale im Komplikationsmanagement hin (19). Unter anderem betrifft dies die Vermeidung beziehungsweise frühzeitige Erkennung und adäquate Behandlung von nosokomialen Infektionen (20), kardialen Ereignissen (21) oder Nierenfunktionseinschränkungen (22). Darüber hinaus ergeben sich weitere Hinweise auf Aspekte der Patientensicherheit, für die in der deutschen Gesundheitsversorgung noch Handlungsbedarf gesehen wird (23). So deutet die Häufigkeit der kodierten chirurgischen Komplikationen oder auch der Bluttransfusionen bei den verstorbenen Patienten darauf hin, dass die Sicherheit bei der Durchführung operativer Eingriffe möglicherweise noch erhöht werden kann. Als wirksames Instrument zur Vermeidung von intraoperativen Komplikationen und zur Senkung der Sterblichkeit bei Operierten gelten Sicherheits-Checklisten (24), deren flächendeckender Einsatz bei allen Operationen empfohlen wird (25). Daneben werden regelmäßige Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen, bei denen unerwartete Todesfälle oder Komplikationen innerhalb des Behandlungsteams analysiert werden, als Standard der perioperativen Medizin angesehen (26).

Die Krankenhaussterblichkeit bei Cholezystektomien und Herniotomien ist in Deutschland, soweit dies anhand vergleichbarer Publikationen festgestellt werden kann, nicht höher als in anderen Industrienationen. So liegt die Krankenhaussterblichkeit bei laparoskopischen Cholezystektomien zum Beispiel in den USA bei 0,5 % (27). Aus Dänemark wird eine 30-Tage-Sterblichkeit bei Cholezystektomien von 0,35 % (28) und bei Herniotomien von 0,5 % (29) berichtet. Die Ergebnisse der vorliegenden Analyse deuten jedoch darauf hin, dass die Sterblichkeit bei solchen Eingriffen in Deutschland reduziert werden könnte. Entsprechendes lassen auch die Ergebnisse der gesetzlichen externen Qualitätssicherung für den Leistungsbereich der Cholezystektomie vermuten: Im Erfassungsjahr 2013 wurden in 169 Kliniken Todesfälle bei geringem Sterblichkeitsrisiko identifiziert (30).

Limitationen

Die analysierten Merkmale können durch fehlerhafte oder selektive Kodierung verzerrt sein. So ist es zum Beispiel denkbar, dass Begleiterkrankungen bei komplizierten Behandlungsverläufen vermehrt wahrgenommen werden und deshalb bei Verstorbenen häufiger kodiert sind als bei Überlebenden. Eine derartige Verzerrung hätte eine Überschätzung des Zusammenhangs zwischen Begleiterkrankung und Sterberisiko zufolge.

Resümee

Auch bei weniger komplexen, überwiegend planbaren Routineeingriffen wie Cholezystektomien und Herniotomien sind Todesfälle stark mit kodierten Begleiterkrankungen assoziiert, die in der Regel präoperativ erkennbar sind. Aufgrund der Seltenheit dieser Todesfälle im einzelnen Krankenhaus ist die Sensibilisierung für eine Berücksichtigung solcher patientenindividueller Risikofaktoren bei diesen scheinbar einfachen Eingriffen, anders als bei Hochrisikooperationen, möglicherweise nicht immer ausreichend. Neben der anamnestischen Feststellung patientenindividueller Risiken als Voraussetzung für eine risikoadaptierte Behandlungsplanung, -vorbereitung und -durchführung lässt sich Verbesserungspotenzial im Komplikationsmanagement vermuten.

Durch eine Senkung der Sterblichkeit bei Herniotomien und Cholezystektomien würden absolut nur wenige Leben gerettet. Für die Patienten, die bei diesen Eingriffen von einem äußerst geringen Sterberisiko ausgehen, würden entsprechende Maßnahmen allerdings erheblich zur Verminderung ihres individuellen Risikos beitragen. Daneben ist zu vermuten, dass Maßnahmen zur Vermeidung von Todesfällen über die Sterblichkeit hinaus Komplikationsraten reduzieren und damit die Patientensicherheit insgesamt verbessern würden.

Interessenkonflikt

Das Fachgebiet Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen, in dem die Autoren tätig sind, ist eine Stiftungsprofessur der Helios Kliniken GmbH.

Manuskriptdaten
eingereicht: 20. 8. 2014, revidierte Fassung angenommen: 29. 4. 2015

Anschrift für die Verfasser
Ulrike Nimptsch
Technische Universität Berlin, Fachgebiet Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
Steinplatz 2, 10623 Berlin
ulrike.nimptsch@tu-berlin.de

Zitierweise
Nimptsch U, Mansky T: Deaths following cholecystectomy and herniotomy—an analysis of nationwide German hospital discharge data from 2009 to 2013. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 535–43.
DOI: 10.3238/arztebl.2015.0535

@eTabellen:
www.aerzteblatt.de/15m0535 oder über QR-Code

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Fachgebiet Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen, Technische Universität Berlin: Ulrike Nimptsch, Prof. Dr. med. Mansky
Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Komplikationen
Grafik
Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Komplikationen
Patientenmerkmale nach Jahren
Tabelle 1
Patientenmerkmale nach Jahren
Patientenmerkmale nach Überlebensstatus
Tabelle 2
Patientenmerkmale nach Überlebensstatus
Rohe und adjustierte Odds Ratios für das Versterben im Krankenhaus
Tabelle 3
Rohe und adjustierte Odds Ratios für das Versterben im Krankenhaus
Komplikationen und spezifische Interventionen nach Überlebensstatus
Tabelle 4
Komplikationen und spezifische Interventionen nach Überlebensstatus
Falldefinition*
eTabelle 1
Falldefinition*
Variablendefinition
eTabelle 2
Variablendefinition
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Rohe Sterblichkeit stratifiziert nach Patientenmerkmalen
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  • Ambulante Operation
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    Holzheimer, René G.
  • Obduktion bei Todesfällen
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 251; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0251a
    Hinüber, Gernot von
  • Routinedaten hinterfragen
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 251; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0251b
    Hanisch, Ernst; Weigel, Thomas Friedrich
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 251-2; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0251c
    Nimptsch, Ulrike; Mansky, Thomas

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